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Eierlegende Wollmilchsau

25.01.2012

Teleskoplader sind die vielseitigsten Baumaschinen. Was sie für den Bau bringen und welche Neuheiten auf der Intermat in Paris in dieser Maschinenklasse präsentiert werden.

Wenn Terra-Geschäftsführer Erich Korn erzählt, wie im Heimatland von JCB Reihenhaussiedlungen gebaut werden, gerät er ins Schwärmen: „Bei uns werden noch fixe Baukrane eingesetzt, dort wieseln stattdessen Tele-Handler herum, die alle Hubarbeiten und einiges mehr viel schneller und flexibler erledigen.“ Warum auf der britischen Insel Teleskope weit verbreitet sind, ist für Axel Kießling, bei Ausa für den Vertrieb im deutschsprachigen Raum verantwortlich, klar: „In England hat man einfach schon erkannt, dass Teleskope ideal sind, weil sie nicht nur fürs Heben, sondern auch für Grabarbeiten und viele andere Aufgaben eingesetzt werden können.“

 

Vielseitig einsetzbar

Hierzulande zählen diese Maschinen (noch) eher zu Exoten auf Baustellen. Das könnte damit zusammenhängen, dass sie erst seit einem guten Jahrzehnt breit am Markt angeboten werden. Denn Teleskoplader sind tatsächlich – wie ihre Anbieter behaupten – eierlegende Wollmilchsäue, die sich vielseitiger als jede andere Bau-maschine einsetzen lassen und größere Verbreitung verdient hätten. Ihr langer Arm reicht bei manchen Geräten weit über zwanzig Meter hoch und er kann mit verschiedensten Anbauteilen von Staplergabel über Erdschaufel und Arbeitsbühne bis zur Kehreinrichtung ausgestattet werden.

In manchen Bereichen hat man diese Fähigkeiten auch hierzulande bereits erkannt. Harald Hornbacher, Geschäftsführer der Laurer KG, verkauft in Österreich die Teleskope von Mecalac und kennt begeisterte Nutzer: „Unternehmen, die in der Wildbachverbauung tätig sind, arbeiten immer öfter mit Teleskopen, weil sie damit etwa beim Böschungsbau Material unter Niveau problemlos aufnehmen und ablegen können.“ Auch beim Tunnelbau sind die Maschinen inzwischen gefragt, erläutert Hornbacher: „Sie können Langgut im Tunnel seitlich transportieren, mit einem Hubgerüst werden sie als Arbeitsbühne für die Ausbauarbeiten eingesetzt.“ Im Hallenbau finden sich Teleskope ebenfalls immer öfter. Mit ein und derselben Maschine lassen sich Träger aufstellen, von der Hubarbeitsbühne aus Montagearbeiten im Inneren durchführen und auch noch Lasten aufs Dach heben.

 

Stark im Kommen

Als Erfinder der Teleskoplader sieht sich JCB. Mittlerweile haben neben zahlreichen kleineren Produzenten auch die Großen der Branche entdeckt, dass sich damit gute Umsätze machen lassen. Und das nicht nur bei Bauunternehmen: Landwirtschaft, Gemeinden, Gartengestalter, aber vor allem Industriebetriebe und Abfallverwerter nutzen die Fähigkeiten der vielseitigen Maschinen. Marktleader Caterpillar hat beispielsweise sechs Teleskopstapler mit Allradlenkung und Allradantrieb im Programm. Ihre maximale Traglast liegt zwischen 2,5 und fünf Tonnen, die maximale Hubhöhe zwischen 5,5 und 17 Metern. Komatsu-Repräsentant Kuhn setzt auf eine andere Lösung: Das Unternehmen vertreibt über Kuhn Ladetechnik die gesamte Dieci-Teleskoplader-Palette. Der italienische Hersteller bietet unter klingenden Namen aus der griechischen Mythologie wie Pegasus, Icarus oder Zeus sieben verschiedene Reihen von Teleskopladern mit Tragkräften zwischen 2,6 und fünf Tonnen und Hubhöhen von 5,95 bis 24,5 Metern.

 

Neuheiten auf der Intermat

Auf der Intermat in Paris präsentieren im April gleich mehrere Hersteller Teleskopla-dernovitäten. Liebherr zeigt auf der Messe erstmals seine neue Teleskopladerreihe, die in Telfs erzeugt und seit kurzem verkauft wird. Die Ingenieure im Tiroler Liebherr-Werk haben die seit 2006 im Programm befindlichen Teleskope gründlich überarbeitet. „Ziel war es, die Teleskoplader neu zu positionieren und sie auch auf jene Einsätze abzustimmen, wo andauernd Leistung gefordert wird, das ist neben der Bauwirtschaft vor allem die Industrie“, erzählt Markus Neuner, in Telfs für das Marketing der Teleskoplader verantwortlich.

 

Den kompletten Artikel lesen sie in der Printausgabe der der Österreichischne Bauzeitung - Ausgabe 2/2012

 

Wolfgang Pozsogar

 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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