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Ein Glanzstück im Bezirk

26.04.2005

Die Berufsschule für Baugewerbe am Wiener Standort Kagran feiert heuer ihr 75-jähriges Bestehen. Das ursprüngliche Schulgebäude wurde im Jahr 1929 eröffnet – mit sechs Klassenzimmern und einem Bauhof als „Fachliche Fortbildungsschule für das Baugewerbe“. Heute werden in dem Haus, das im Laufe der Zeit mehrmals erweitert wurde, rund 600 SchülerInnen in 13 Lehrberufen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes von 31 Lehrpersonen unterrichtet bzw. ausgebildet.

Beispielhaftes Engagement im Kosovo
Den Reigen der Begrüßungsworte von prominenten Gästen leitete die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl ein. Sie betonte dabei vor allem, dass es österreichweit kaum eine andere Berufsschule gebe, die, wie diese Berufsschule für Baugewerbe, in den ersten Klassen einen Schülerzuwachs von 70 Prozent habe. Als ebenso „beispielhaft und einzigartig“ hob Brandsteidl das Engagement dieser Schule im Kosovo hervor, wo mit Unterstützung der Stadt Wien eine technische Schule ausgebaut und somit die Infrastruktur dafür geschaffen wurde, dass SchülerInnen nicht mehr im „Dreischichtbetrieb“ – in der Früh, mittags und abends – in die Schule gehen müssen. Präsidentin Brandsteidl bedankte sich für dieses ganz besondere Engagament – „aber auch dafür, was die LehrerInnen täglich hier an der Schule leisten.“

In einem sehr dynamischen Bezirk
Bezirksvorsteherin Renate Winklbauer zeigte sich bei ihrer Begrüßung „sehr stolz auf die berufsbildenden Schulen, die wir in Wien-Donaustadt haben – und die Baugewerbeschule ist eines unserer Glanzstückerln im Bezirk.“ Winklbauer beschrieb den Bezirk Donaustadt als einen „sehr dynamischen Bezirk“, mit einem Bevölkerungszuwachs von 28 Prozent in den letzten zehn Jahren, Tendenz gleichbleibend. „Und das bedeutet, dass hier sehr viel gebaut wird.“ Große Projekte sind in Planung, in der Donaustadt und auch in der Umgebung, z. B. die Nord-Ost-Umfahrung, die Untertunnelung der Donau, aber auch sehr viele Wohnbauten. „Es wird also“, so Winklbauer im Hinblick auf die Beschäftigungsaussichten der AbsolventInnen dieser Schule, „hier auch in Zukunft sehr viel an Tätigkeit für euch geben.“
Die Wiener Vizebürgermeisterin Grete Laska wünschte sich im Rahmen ihrer Glückwunschworte „so viele Lehrlinge, dass wir hier, wie schon ein paarmal, erweitern müssten.“ Für den von ihr gewünschten Fall, „dass dieser Standort explodieren würde“, versprach Laska, auch unter finanziell schwierigen Voraussetzungen „alles zu tun, um das Gebäude zu erweitern – um jungen Menschen eine Chance für die Zukunft zu eröffnen.“

Vorbildliche Kooperationen
Auch Manfred Katzenschlager, Geschäftsstelle Bau, gratulierte zum 75er: „Wir sind sehr stolz auf dieses Juwel des 22. Bezirkes.“ Die Bauverbände sind sehr interessiert, dass die Lehre weiter forciert wird. „Insbesondere für die beiden Verbände, die ich hier vertrete, kann ich sagen, dass wir in den letzten zwei Jahren sehr viel unternommen haben, um die Lehrlingszahlen zu steigern.“ Und es ist in Wien ganz besonders gelungen, einen Zwischenerfolg zu erreichen, sprich: eine Trendumkehr einzuleiten. So ist nach vier Jahren Rückgang der Lehrlingszahlen (-20 Prozent) bis 2003 im Vorjahr wieder ein „sehr schöner Anstieg“ zu verzeichnen gewesen, insgesamt acht Prozent in Wien, bundesweit 3,2 Prozent und in der Bauindustrie sogar zehn Prozent.
Katzenschlager hob weiters „die gute Kooperation dieser Berufsschule mit den Interessensvertretungen, mit der HTL, mit dem AMS und mit der AUVA hervor. Und auch er wünscht sich „so viele Lehrlinge, dass wir aufstocken oder ein größeres Gebäude bauen dürfen.“
Gruß- und Lobesworte auch von der frisch gebackenen Innnungsmeister-Stellvertreterin der Landesinnung Bau Wien, Isabella Leeb: „Es freut mich ganz besonders, dass es eine meiner ersten Aufgaben in dieser Funktion ist, Glückwünsche für die Berufsschule der Lehrlinge des Baumeisterberufs und der Baunebengewerbe auszusprechen.“

HJP

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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