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 © A. Macho/Grass/M. Macho, Otto/Bauer/Knoll, Riedl/Maier/Glasner, Pichler/Gerber/Petuelli © A. Macho/Grass/M. Macho, Otto/Bauer/Knoll, Riedl/Maier/Glasner, Pichler/Gerber/Petuelli © A. Macho/Grass/M. Macho, Otto/Bauer/Knoll, Riedl/Maier/Glasner, Pichler/Gerber/Petuelli © A. Macho/Grass/M. Macho, Otto/Bauer/Knoll, Riedl/Maier/Glasner, Pichler/Gerber/Petuelli

Ein Wahrzeichen für den Weinbau

11.12.2017

Interdisziplinäres Arbeiten und Beton sind die Grundwerte der Concrete Student Trophy, heuer angereichert durch das Lehr- und Forschungszentrum für den Wein- und Obstbau Klosterneuburg.

Zusammenarbeit sollte in jeder Projektphase einer Baustelle ein zentrales Element darstellen, egal ob in der Planung oder Ausführung. Diesen Prozess anzuregen, ihn zu fördern und gleichzeitig aufzuzeigen, dass dadurch qualitativ hochwertige Lösungen entstehen können, sind Werte, die sich die Concrete Student Trophy (CST) auf ihre Fahnen geschrieben hat. Bereits zum zwölften Mal wurde diese ausgeschrieben, im Zentrum stand heuer neben dem Werkstoff Beton das Lehr- und Forschungs- zentrum für den Wein- und Obstbau in Klosterneuburg.

Leistung am Punkt

Dieses Jahr durften sich die Studententeams der TU Wien und der TU Graz, die zumindest aus einem Architekten und einem Bau- ingenieur bzw. Bauphysiker bestehen mussten, mit der Umsetzung eines barrierefreien Multifunktionsgebäudes mit thermischer Bauteilaktivierung beschäftigen. „Einerseits haben wir erheblichen Raumbedarf – wir brauchen einen größeren Festsaal, eine Turnhalle sowie eine öffentlich zugängige Weinbar“, erklärt Reinhard Eder, Direktor der Höheren Bundeslehranstalt und des Bundesamts für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg (HBLAuBA). „Gleichzeitig wollten wir ein architektonisches Ausrufezeichen setzen, also haben wir einen Bau gesucht, der sich perfekt in die Landschaft einfügt, aber dennoch markant ist.“ Eder sei sich der Reichweite der CST vor der Ausschreibung schon bewusst gewesen, die Qualität der 14 eingereichten Projekte hat ihn dann aber doch überrascht. „Prinzipiell können sich alle als Sieger fühlen, der Detailreichtum und die spannenden Ansätze der einge- reichten Projekte sind faszinierend und liefern genügend Input für die Umsetzung des Projekts“, freut sich der Direktor. Gewinnen konnte aber nur ein Projekt, obwohl dieses Jahr aufgrund eines Jury­beschlusses auch ein vierter Platz gekürt wurde.

Auf mehreren Ebenen

Das Siegerteam der CST 2017 kommt von der TU Wien und konnte die Jury mit dem Projekt „Weinblick“ überzeugen. Der von den beiden Architekten Alexander Macho und Alexander Grass sowie dem Bauingenieur Maximilian Macho stammende Entwurf konnte durch eine Lösung auf fünf Ebenen, die fließend ineinander übergehen, begeistern. „Es war für uns nicht nur ein spannendes, sondern vor allem ein lehrreiches Projekt“, freute sich das Siegerteam. „Wir haben viel voneinander gelernt, dadurch oftmals Ideen verworfen, um neue Ansätze zu verfolgen.“ Den zweiten Platz konnte das Projekt „D.A.C. – Dynamik.Ausblick.Charakter“ erkämpfen, auch wenn es für die Jury „erst Liebe auf den zweiten Blick war“. Aufgrund eines aufwendigen Faltwerks und des offenen sowie städtebaulich gut genutzten Vorplatzes ging der dritte Platz an den Entwurf „Unfolded Space“. Ein weiteres Novum der diesjährigen CST ist der prämierte vierte Platz, da die „Wein­sphäre Klosterneuburg“ der Jury „keine andere Wahl ließ“. Zusätzlich zu den vier Hauptpreisen gingen die Anerkennungspreise an die Teams der Projekte „Tufé Klosterneuburg“, „Wein Wege“ und „Genuss Raum“.

Auf nach Graz

2018 führt die CST in die steirische Landeshauptstadt Graz. In deren Herz, genauer gesagt auf dem Jakominiplatz, soll von den Studenten eine neue Markthalle geplant werden. Interdisziplinär und mit einem Fokus auf Beton.

Autor/in:
Christoph Hauzenberger
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