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Eine Frage, zwei Antworten

03.02.2014

Ist bzw. war die Initiative „Bau auf A“ für Sie ein Erfolg?

Edmund Drohojowski,Gew. Geschäftsführer AHRENS Schornsteintechnik 

Markenwert: Wir stehen seit beinahe 40 Jahren für österreichische Dienstleistung sowie umweltbewusstes und gesundes Bauen. Mir kommt immer wieder zu Ohren, dass ausländische Firmen mit Dumpingpreisen auf den Markt drängen. Bei später auftretenden Bauschäden enden Gewährleistung und Schadenersatz oftmals jedoch an den österreichischen Grenzen. Neben der Sicherheit des Konsumenten sorgt eine österreichische Auftragserteilung für wichtige Arbeitsplätze und somit ein ausgeglichenes Sozialsystem. Ahrens Schornsteintechnik sichert mit insgesamt 120 Mitarbeitern österreichweit die heimische Wertschöpfung, und genau darum stehen wir zu 100 Prozent hinter der Initiative „Bau auf A“. Wir begrüßen die Aktion sehr und nutzen den Sog der Medien auch für uns, um österreichische Qualität einmal mehr zu unterstreichen. Die positiven Rückmeldungen zeigen uns, dass die Bewusstseinsbildung auf die Qualitätsmarke „Austria“ bereits jetzt ihre Früchte trägt.

Christian Weinhapl, Geschäftsführer Wienerberger Ziegel GmbH

Schulterschluss: Die Initiative „Bau auf A“ thematisiert potenzielle Problemfelder mit importierten Baustoffen und Bauleistungen aus den angrenzenden osteuropäischen Ländern. So gelten in Österreich im Vergleich zum EU-Raum deutlich verschärfte Mindestanforderungen für Bauprodukte. Das Vorliegen eines CE-Zeichens ist noch lange keine Garantie, dass der Einbau importierter Produkte in Österreich zulässig ist. 
Die laufenden Verschärfungen in Österreich bei den technischen, gesetzlichen, arbeitsrechtlichen und Umweltanforderungen (sowohl bei der Baustoffproduktion als auch bei der Bauausführung) führen zu einer wettbewerbsverzerrenden Schieflage bei der Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen, die sich an diese Regelungen halten. Im Schulterschluss zwischen sechs österreichischen Markenbaustoffherstellern und den Bauinnungen wurde hier ein erster Schritt zur Aufklärung potenzieller Bauherren gesetzt. Weitere müssen folgen, gilt es doch, nicht nur österreichische Wertschöpfung und Arbeitsplätze abzusichern, sondern auch ein Abfließen österreichischer Wohnbauförderungsgelder zu verhindern. 

 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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