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Eine Stadt, nicht lauter Häuser

19.09.2017

Wien wächst. Es wird viel gebaut. Aber was um die Häuser herum entsteht, der „öffentliche Raum“, macht den Unterschied: Gut geplante Parks, Straßenräume und belebte Erdgeschosszonen.

Ebenso wichtig sind aber auch bauplatzbezogene Spiel- und Grünflächen und ein engmaschiges Wegenetz für Fuß- und Radverkehr. Nur im Zusammenspiel all dieser Teile des „öffentlichen Raums“ wird aus vielen neuen Häusern eine Stadt. Stadtplanung ist dabei mindestens so wichtig wie die Architektur des einzelnen Wohnhauses. Eine AK-Studie zu den Wiener Stadtquartieren Bombardierviertel, Seestadt Aspern und Sonnwendviertel zeigt Nachholbedarf: Bei der Verbindung zwischen alten und neuen Vierteln, bei der Entwicklung von lebendigen Erdgeschosszonen, bei bauplatzübergreifender Kooperation zwischen Bauträgern, bei begleitendem Management oder bei der Schaffung von Spielplätzen und Parks für alle Altersgruppen. Bauen wir also eine Stadt, nicht lauter Häuser. Denn die Stadt, das „Gfrast“, holt sich ihren öffentlichen Raum. Wenn der nicht frühzeitig mitgedacht wird, geschieht das laut, konfliktreich und mit ungewissem Ausgang.

Autor/in:
Thomas Ritt

Abteilungsleiter Kommunalpolitik AK-Wien

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