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Einkomponentenschaum

21.09.2020

Die neue ÖNorm EN 17333 „Charakterisierung von Einkomponentenschäumen“ ist im Frühsommer dieses Jahres erschienen und soll durch einheitliche Prüfverfahren Qualität sichern.

Bibliografie

ÖNormen EN 17333 Charakterisierung von Einkomponenten­schäumen
Teil 1: Schaumausbeute
Teil 2: Ausdehnung
Teil 3: Anwendung
Teil 4: Mechanische Festigkeit
Teil 5: Dämmung

Einkomponentenschaum kennt beinahe jeder: Umgangssprachlich wird er oft als Montageschaum oder PU-Schaum bezeichnet. Hauptsächlich dient er im Bau zur Abdichtung. Aufgrund ­seiner Eigenschaften eignet er sich gut, um kleine Fugen und Hohlräume auszufüllen. Das macht ihn ideal zum Dämmen und Isolieren von Gebäuden.

Die neue Normenreihe EN 17333 bildet die Basis für die Charakterisierung solcher aus Schaumdruckdosen abgegebenen Einkomponentenschäume. In Teil 1 geht es um die Bestimmung der Schaumausbeute, Teil 2 legt Prüfverfahren zur Beurteilung der Ausdehnungseigenschaften fest. Im dritten Teil der Normenreihe geht es um Anwendungseigenschaften. Konkret beantworten die vorliegenden Prüfverfahren die Fragen: Wann kann der Schaum zugeschnitten werden? Wann klebt er nicht mehr? Und wie groß darf die Fuge, in die der Schaum gesprüht wird, maximal sein, bevor er absinkt? Der vorletzte Teil behandelt die mechanischen Eigenschaften. Was bedeutet das? Gemeint sind die verschiedenen Festigkeiten und die Elastizität eines Schaums. Also beispielsweise, wie viel Druck er aushält und wie gut sein Bindevermögen ist.

Beim Hausbau gibt es oft kleine, schwer zugängliche Hohlräume. Sie entstehen beispielsweise beim Einbau eines Fensters oder einer Tür. In diese wird dann PU-Schaum gesprüht. Daher hat er eine Relevanz für das Dämmen. Im fünften Teil der EN 17333 wird ein Prüfverfahren für die Bestimmung der Langzeit-Wärmeleitfähigkeit von Einkomponentenschäumen beschrieben. Hierbei wird der Schaum zwischen zwei Platten aufgesprüht. Nach einem artifiziellen Alterungsprozess im Ofen wird eine Messung via Wärmeleitfähigkeitsmessgerät durchgeführt. Festgehalten werden dabei die mittleren Temperaturen beider Platten, die mittlere Temperatur zwischen den Platten und der Mittelwert der Wärmeleitfähigkeit.

Die neuesten Entwicklungen der ÖNormen werden in Kooperation mit Austrian Standards präsentiert.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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