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Elektriker: Vom Funkenschuster zum Vernetzungsberater

23.02.2006

Nur ca. 5% Prozent der Kosten, die beim privaten Neubau ausgegeben werden, entfallen auf den Elektriker, Tendenz steigend. Dabei sollte dieser Bereich keineswegs unterschätzt werden. Denn die Vernetzung der Haushalte schreitet zügig voran. Vieles lässt sich heute bequem über die moderne Steuerungstechnik bedienen. Kabel- und Schalterverlegen ist oft gar nicht mehr erforderlich, was zum einen Kosten spart und zum anderen den lästigen Bauschutt vermeiden hilft.

Haben Sie beispielsweise gewusst, dass es heute schon möglich ist, eine Sauna bereits von unterwegs vom Handy aus einzuschalten, oder einen Heizungsausfall per SMS gemeldet zu bekommen? Wußten Sie, dass mittels eines modernen Bus-Systems die Steuerung von Alarmanlage, Licht und Jalousien via PC und Internet über möglich ist? Wenn die Antwort "Nein" lautet, dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Denn eine Blitzumfrage von wohnnet.at, Österreichs führender Internet-Plattform für Bauen & Renovieren, hat ergeben, dass 51 von 52 befragten Elektrikern nicht wissen, wie man eine Sauna über SMS einschalten kann - dies, obwohl von der Industrie fertige Lösungen angeboten werden, die im Handel erhältlich sind.

46 von 52 der befragten Elektriker erklärten, dass sie besagtes Bus-System zur Vernetzung von Internet, Licht, Alarmanlage und Jalousien nicht installieren könnten. "Der Wissensstand von Elektrikern, deren Ausbildung 20 Jahre zurückliegt, und den Standards, die heute gefordert sind, klafft immer stärker auseinander", weiß Peter Erlebach, geschäftsführender Gesellschafter von Wohnnet.at und Herausgeber des Bau Guide.

Der Bau Guide ist eine Initiative von Wohnnet.at und dem Verein für Qualitatives Handwerk VQH und bietet eine optimale Orientierungshilfe für private Häuslbauer und Wohnungssanierer. Dafür werden tausende österreichische Handwerksbetriebe gescreent und anschließend ca. 1.000 intensiv getestet und bewertet. Für den Bau Guide 2006 wurde heuer in der Kategorie "Elektriker" ganz besonders darauf geachtet, ob die getesteten Betriebe den neuen Herausforderungen gewachsen sind. Experte Erlebach: "Gefragt sind Handwerker, die eine Synthese aus Elektriker, Elektrotechniker, Elektroniker und Computerfachmann darstellen. Der Funkenschuster von einst wird zum Licht-, Sicherheits- und Energiebrater."

Im Bau Guide 2006 können rund 60 Elektroinstallationsbetriebe nachgeschlagen werden, die die genannten Kriterien in hohem Maß erfüllen. Sämtliche getestete Firmen werden im Internet unter www.wohnnet.at veröffentlicht.

Zu den fünf besten Elektrikerbetrieben Österreichs wurden gewählt:

Schütz Elektrotechnik, Oberneukirchen, Oberösterreich, 196 Punkte

Redl G.m.b.H, Hollabrunn, Niederösterreich, 196 Punkte

Lugitsch Florian KG, Feldbach, Steiermark, 194 Punkte

Elektro Pfund G.m.b.H., Graz-Puntigam, Steiermark, 193 Punkte

Rein G.m.b.H., Dornbirn, Vorarlberg, 192 Punkte

Über neue Herausforderungen für das Elektriker-Gewerbe sowie über die Sieger in dieser Branche informieren wir Sie kommende Woche in Teil 4 unserer Serie "Bauen & Renovieren: Österreichs Top-Betriebe"

***

Über den Bau Guide

Die jährlich erscheinende Publikation wird von der Internet-Plattform Wohnnet.at, erste Adresse für Bauen und renovieren, und vom "Verein für Qualitatives Handwerk" (VQH) herausgegeben. Um den Konsumenten eine objektive Orientierungshilfe zu bieten, werden Betriebe aus verschiedenen Branchen wie Bauunternehmer, Elektriker, Gas-Wasser-Heizungsinstallateure und Zimmerer nach einem Punktesystem bewertet. Basis dafür ist ein umfassendes Testing, in welchem die Unternehmen mittels telefonischer Interviews, persönlicher Besuche und Kundenreferenzbefragungen auf Herz und Nieren geprüft werden. Kriterien bilden dabei die Bereitschaft der Betriebe zur Auskunft, die Reaktionszeit, Produkt- und Dienstleistungsportfolio, die Beratungskompetenz, die Qualität der Auftragsabwicklung, Preis-Leistungsverhältnis, Termintreue, Beschwerdenmanagement und Nachbetreuungsservice. Ebenfalls überprüft wird in Zusammenarbeit mit Dun & Bradstreet die Bonität der Kandidaten.

"Sherlog" für die Besten

Die jeweils besten Betriebe der einzelnen Branchen werden mit bis zu drei "Sherlogs", quasi der Oscar für das Bau- und Baunebengewerbe, ausgezeichnet. Wer einen Sherlog erreichen will, benötigt mindestens 100 von 200 möglichen Punkten, 2 Sherlogs gibt es ab 120 Punkten und drei Sherlogs ab 160 Punkten. Insgesamt wurden- nach einem ersten Screening sämtlicher in Frage kommender Unternehmen - über 1.000 Betriebe intensiv getestet. Die rund 200 Top-Betriebe finden sich nun im aktuellen Bau Guide 2006. Sämtliche getestete Betriebe sind auf www.wohnnet.at gelistet.

Bau Guide 2006 in Kürze

Initiative: Wohnnet.at und "Verein für Qualitatives Handwerk" (VQH)
Verfahren: Unabhängige Experten bewerten Österreichs Baugewerbebetriebe
Teilnahme am Bewertungsverfahren kostenlos
Inhalt: Rund 200 Top-Betriebe verschiedener Branchen
Anmeldungen für Betriebe: www.wohnnet.at/guide
Weitere Informationen: www.wohnnet.at

Dort gibt es den Bau Guide 2006

Bauen & Energie-Messe Wien, 23. - 26.Februar 2006
Energiesparmesse Wels, 2.-5. März 2006
Wohnen & Interieur-Messe Wien, 11.- 19. März 2006
Messe Wieselburg, BAU-, ENERGIE- & WOHNEN, 23. - 25. Sept. 2006
WOHNDESIGN - Hofburg Wien, 12. - 15. Oktober 2006
Messe Ried, 10. - 12. November 2006
Sowie in ausgewählten BA-CA Filialen

Über Wohnnet.at

Wohnnet.at ist mit rund 250.000 Besuchern und rund 2,3 Mio Seitenaufrufen monatlich (lt. Österreichische Webanalyse ÖWA) Österreichs führende Internet-Plattform im Bereich Bauen, Wohnen & Renovieren. Die im Jahr 2000 gegründete Plattform bietet den Nutzern Hilfestellung, Fachinformationen und Tipps in allen Bereichen zu den Themen Immobiliensuche, Bauen, Renovieren und Einrichten. Die Services von Wohnnet.at stehen jedem Internetnutzer kostenlos zur Verfügung.

Über Peter Erlebach

Peter Erlebach, 49, ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von wohnnet.at. Er sammelte als Verkaufsleiter bei Laufen Keramik, als Leiter eines Küchen und Badstudios und als Unternehmensberater für Internetconsulting, Interne Organisatio und ERP System umfassende Erfahrungen in den Bereichen Bauen, Wohnen und Dienstleistung. Mit seiner Vision, das größte und umfangreichste Internetportal für Bauen, Wohnen & Renovieren zu schaffen, startete er im Jahr 2000 wohnnet.at. Heute umfasst das Unternehmen, die Wohnnet Service GmbH, nicht nur die größte Immobilien- und Servicedatenbank für den privaten Wohnungssuchenden, Häuslbauer und all jene, die an eine Renovierung oder Neugestaltung ihres Wohnraums denken. Das viermal jährlich erscheindende Wohnnet Journal mit Reportagen und Hintergrundinformationen, der jährlich erscheinende Wohnnet Guide und der jährlich erscheinende Bau Guide mit Testberichten und Rankings bieten dem Kunden wertvolle Orientierungshilfe für Bauen, Wohnen und Renovieren.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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