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Energy Globe Manifest geht zur Rio Konferenz 2012

30.08.2011

Die Botschaft der Energy Globe Foundation Pressekonferenz in Salzburg war eindringlich aber auch positiv: die heutigen Energie-, Umwelt-, und Klimaprobleme sind zu meistern – allerdings nur global und gemeinsam, und mit mehr Effizienz und Genügsamkeit. Dabei ist der Beitrag jedes Einzelnen gefordert, die Politik muss die geeigneten Rahmenbedingungen schaffen, lokale Initiativen sind gefragt und wir werden uns wohl von der Vorstellung vom unendlichen Wirtschaftswachstum verabschieden müssen.

„Das alles ist machbar, wenn wir endlich vom Reden zum Handeln übergehen und dies den Menschen von Kindesbeinen an bewusst machten“, betonte Energy Globe Foundation Gründer Wolfgang Neumann gemeinsam mit Mitgliedern der Energy Globe Foundation und Vertretern der Salzburger Landesregierung. Wie diese Wende schaffbar ist, war Gegenstand des Energy Globe Kolloquiums in den Salzburger Kavernen mit internationalen und lokalen Experten unter Vorsitz von Club of Rome Präsident Ashok Khosla. Die Ergebnisse  des Kolloquiums werden in etwa zwei Wochen als Energy Globe Manifest vorliegen, das bei der Rio Konferenz 2012 eingebracht wird. Die großen Themen: Energie, Nahrung, neue Wirtschaftssysteme und Bewusstseinsbildung als Transporteur für einen Kulturwandel, der nötig ist, um diese Herausforderungen zu meistern.

 

Club of Rome Präsident Khosla brachte es erneut auf den Punkt:  immer mehr Menschen verbrauchen immer mehr Ressourcen, die nicht unendlich verfügbar sind. „Wir müssen verhindern, dass eines Tages Straßenkämpfe um Wasser ausbrechen, der Zugang zu Energie wird heute schon kriegerisch ausgetragen...“. Er sieht die Lösung in einer sinkenden Weltbevölkerung, die automatisch eintritt, wenn es „Schulen für Mädchen und Jobs für Frauen vor allem in den Schwellenländern gibt“. Kleinere Familien sind ein sicherer Weg zu Nachhaltigkeit und Wohlstand ist Khosla überzeugt. „Die Ausbeutung unserer Erde muss ein Ende haben, Nachhaltigkeit ist die Zauberformel, mit der wir unser und das Überleben der nachfolgenden Generationen sichern“, forderte er. Auch die Wirtschaft muss umdenken. „Investment ist wichtig aber wir müssen dabei immer die soziale und ökologische Komponente mit einbeziehen – die Kosten, die entstehen, wenn wir das nicht tun sind nämlich viel höher und viele Schäden, die wir anrichten, sind irreversibel“, ist auch Energy Globe Foundation Ehrenboard- Mitglied  Hong Nguyen, Investmentbankerin aus Vietnam/USA, überzeugt.

 

Nahrung vor Biosprit - bei einer prognostizierten Weltbevölkerung von 9 Mrd. im Jahr 2050 - war auch der klare Tenor von Franz Fischler, vormals EU Agrarkommissar und Ehrenboard-Mitglied. Rasches Umdenken und Handeln, lokale Initiativen und Innovationen als Triebfeder für globale Veränderungen und die Schaffung der gesetzlichen Rahmenbedingen schon in der Landesverfassung sind für die  Salzburger Landespolitiker Sepp Eisl und Walter Blachfellner wichtige Schritte für eine nachhaltige Zukunft. Das alles muss den Menschen bewusst gemacht werden – mit Emotionen ebenso wie mit Information. „Wir brauchen ein professionelles Nachhaltigkeitsmarketing“,  fordert auch Gesa Köberle, Vizepräsidentin der Energy Globe Foundation und Nachhaltigkeitsbeauftragte der deutschen DEKRA.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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