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Erfolgreiches Halbjahr für UBM

24.08.2011

Die UBM Realitätenentwicklung, börsenotierte Tochter des Baukonzerns Porr, hat im ersten Halbjahr 2011 ihr Betriebsergebnis (EBIT) von 12,7 Millionen Euro um 11,8 Prozent auf 14,2 Millionen Euro erhöht. Die Umsatzerlöse sanken jedoch im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 50,45 Millionen Euro. Grund dafür sei, dass einige im ersten Halbjahr erwartete Großvermietungen auf das zweite Halbjahr und 2012 verschoben wurden, erklären CEO Karl Bier und Finanzvorstand Heribert Smole.

Mit dem Halbjahresergebnis ist man laut Bier "recht zufrieden", die Nachfrage sei sowohl bei institutionellen als auch bei privaten Anlegern hoch. Viele Investoren würden inflationsgesicherte Produkte suchen. Das Ergebnis vor Ertragssteuer (EBT) sei um 8,8 Prozent von 5,7 auf 6,2 Millionen Euro angestiegen. Der Cash-Flow aus der Betriebstätigkeit sank auf minus 9,48 Millionen Euro, die liquiden Mittel zum 30. Juni auf 45,97 Millionen Euro. Die Produktionsleistung wurde um 7,5 Prozent auf 126,1 Millionen Euro gesteigert.

Die Produktionsleistung erfasse - anders als die in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ausgewiesene Gesamtleistung - auch die anteiligen Umsatzerlöse aus Arbeitsgemeinschaften und aus equity-konsolidierten oder untergeordneten Beteiligungen. Zudem werden Bestandsveränderungen der Eigenprojekte sowie aktivierte Eigenleistungen des Berichtsjahres erfasst. Die Produktionsleistung ist also wesentlich größer als der Umsatz.

Bei der Produktionsleistung im Wohnungsbereich ist laut Finanzvorstand Smole im traditionell stärksten dritten Quartal "eine Steigerung" zu erwarten. Die UBM sei mit ihren Objekten zu 95 Prozent im Ausland aktiv. Ende Juni hielt die UBM Immobilien mit einer Nutzfläche von 580.000 m2, wovon 38 Prozent auf Hotels, 33 Prozent auf Büros, 27 Prozent auf Gewerbeflächen und zwei Prozent auf Wohnungen entfielen. Der für die UBM wichtige Hotelmarkt habe sich 2010 stabilisiert und 2011 weiter positiv entwickelt. Der Trend bei Auslastung und Zimmerpreisen sei steigend, die Ergebnisse von 2007 aber noch "nicht ganz" erreicht.

Besonders stolz zeigte sich CEO Bier auf ein Hotelprojekt in Amsterdam: Dieses wurde letztes Jahr zu 75 Prozent fertiggebaut, dem Philips Pensionsfonds abgekauft und soll noch im Oktober eröffnen. Ohne die hohen eigenen technischen Kapazitäten hätte man das Projekt nicht derart umsetzen können. Der Zugang zum niederländischen Markt sei nun einfacher, man arbeite bereits an weiteren Projekten. Auch der Geschäftsverlauf in Osteuropa sei gut vorangegangen, speziell der Wohnungsverkauf in Polen verlaufe "sehr erfreulich".

Zufrieden stimmte Bier auch der Geschäftsverlauf in Deutschland: Das Wohnbauprojekt in Frankfurt "rennt wirklich gut", ein Vorverwertungsgrad von 60 bis 70 Prozent zeichne sich ab. In München würde so viel gekauft, dass "wir mit dem Produzieren nicht nachkommen." Ein großer Unterschied zum österreichischen Markt sei die höheren Mietorientierung, vor allem institutionelle Anleger würden dort verstärkt in den Mietmarkt investieren. Weiters seien in Deutschland mehr Privatanleger involviert, in Österreich hingegen viele Genossenschaften.

Im weiteren Jahresverlauf rechne man mit einer Produktionsleistung von 302,5 Millionen Euro, was im Jahresvergleich ein Plus von 39,4 Prozent bedeuten würde. Auch der Gewinn soll höher als im Vorjahr ausfallen. Schwerpunkte im zweiten Halbjahr seien der Wohnbau in Deutschland sowie Fachmarktzentren in Polen. Man sei akquisitorisch tätig und wolle in den nächsten Monaten "ein Produkt an Land ziehen".

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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