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Wichtigkeit des Erfolgsfaktors Personal für den Unternehmenserfolg.

Erfolgsfaktor: Personal

05.03.2019

Acht Erfolgsfaktoren für KMU-Bauunternehmen in Österreich ermittelte das Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz in einem Forschungsprojekt.

Durchschnittliche Anzahl der Krankenstandstage und davon Arbeitsunfalltage für das oberste Quartil und das untere Quartil.

Ende letzten Jahres veröffentlichte das Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz die Ergebnisse eines Forschungsprojekts speziell für KMU-Bauunternehmen in Österreich in Form eines Branchenberichts. Dieser soll den Unternehmen helfen ihre vereinzelten Schwächen im betriebswirtschaftlichen Bereich und im strategischen Denken zu überwinden, welche ihrer unbestrittenen Kompetenz im technischen und handwerklichen Bereich gegenüberstehen. Die Branchenstudie ist als konzise Hilfestellung gedacht in der die wesentlichen Antworten kompakt verfügbar sind. Untersucht wurden acht Erfolgsfaktoren in 50 befragten Unternehmen. Die Befragungsergebnisse wurden so ausgewertet, dass je Erfolgsfaktor die Aussagen der wirtschaftlich erfolgreicheren Unternehmen (im Folgenden auch oberstes Quartil) jenen der weniger erfolgreichen Unternehmen (im Folgenden auch unterstes Quartil) gegenübergestellt wurden. In der Serie des Arbeitsbereichs Baumanagement werden 14-tägig die einzelnen Erfolgsfaktoren kurz vorgestellt. In der fünften Ausgabe geht es um den Erfolgsfaktor Personal.

Wichtigkeit des Erfolgsfaktors „Personal“ für den Unternehmenserfolg

Vor dem Hintergrund eines immer stärker hervortretenden Fachkräftemangels und den allgemein als hoch empfundenen Lohnnebenkosten muss dem Bereich Personal besondere Beachtung geschenkt werden. Im Durchschnitt sehen auch die Studienteilnehmer im Erfolgsfaktor Personal die wichtigste Einflussgröße auf den Unternehmenserfolg. Die wirtschaftlich weniger erfolgreichen Unternehmen der Befragung weisen dem Personal interessanterweise nochmals deutlich mehr Wichtigkeit zu, als ihre wirtschaftlich erfolgreicheren Mitstreiter, wie aus dem untenstehenden Diagramm zu entnehmen ist. Dies kann u.a. bedeuten, dass erfolgreichere Bauunternehmen auf ein gut ausgebildetes Personal, welches schon seit langer Zeit im Unternehmen ist, zurückgreifen wohingegen das unterste Quartil noch nicht die optimale Personalstruktur besitzt.

Ergebnisse

Im Zuge der Befragung zeichneten sich teilweise recht eindeutige Ergebnisse ab. So etwa die Frage nach der Quote der Lehrlinge, die nach der Lehrzeit im Bauunternehmen gehalten werden können. Hier gelingt es den erfolgreicheren Bauunternehmen wesentlich besser ihre Lehrlinge auch nach Abschluss der Lehre an die eigene Organisation zu binden. Eine höhere Bindung an das Unternehmen kann z.B. durch Aufzeigen von Karrieremöglichkeiten bereits ab dem ersten Lehrjahr erreicht werden.

Interessant erscheint auch, dass in den wirtschaftlich erfolgreicheren Unternehmen wesentlich weniger Krankenstandzeiten pro Mitarbeiter anfallen (vgl. Abbildung 2).

Im Branchenbericht der TU Graz werden weitere Statistiken, wie etwa der Anteil des Schulungs- und Entwicklungsbudgets der Teilnehmer vorgestellt. Zudem liefert der Bericht einen Überblick über zukünftige Herausforderungen und Maßnahmen im Bereich Personal und hält zahlreiche Verweise zur vertiefenden Lektüre bereit.

Autoren: Gottfried Mauerhofer/ Bernhard Ortbauer (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz)

Autor/in:
Gottfried Mauerhofer

ist Professor für Baumanagement am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft an der TU Graz.

www.bbw.tugraz.at

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