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Esther Koplowitz: Größte private Spende in Europa

04.10.2010

Spende von €15 Mio. für europäische Wissenschaft inmitten staatlicher Kürzungen: Esther Koplowitz, eine der reichsten Frauen Spaniens, unterstützt medizinische Forschung mit Europas größter Privatspende.

Madrid, 4. Oktober 2010:  Esther Koplowitz, die spanische Magnatin im Bereich Umweltdienstleistungen, eine der reichsten großzügigsten Philanthropinen Europas, spendet in einer Zeit regierungsweiter Sparmaßnahmen in Spanien €15 Millionen zur Förderung der biomedizinischen Forschung.

Esther Koplowitz ist Hauptaktionärin des börsenotierten Spanischen Konzerns Fomento de Construcciones y Contratas (FCC), der auch Mehrheitseigentümer von Österreichs führendem Baukonzerns ALPINE Bau GmbH ist. Ihre Spende gilt als größte private Spende, die jemals von einer Einzelperson in Europa im Bereich der wissenschaftlichen Forschung gemacht wurde. Sie wird für die Gründung des Esther Koplowitz Center verwendet, einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit der Europäischen Union, der spanischen Regierung sowie der Regionalregierung von Katalonien im Umfang von €60 Millionen. Die Spende von Frau Koplowitz erfolgt zusätzlich zu den €90 Millionen, die sie durch ihre Stiftung in den letzten 15 Jahren für Forschungsprojekte in den Bereichen soziale Dienste und medizinische Forschung beigesteuert hat.

Das Esther Koplowitz Center wird am 4. Oktober 2010 eröffnet und soll das Symbol für Barcelonas aufkeimendes biomedizinisches Drehkreuz sein. Professor Andreu Mas-Colell, Generalsekretär des Europäischen Forschungsrats, des Instituts zur Finanzierung wissenschaftlicher Forschung der EU, hob die Bedeutung der Initiative von Esther Koplowitz inmitten regierungsweiter Einsparmaßnahmen in Spanien als „einen außerordentlichen Zufluss von Mitteln in schwierigen Zeiten“ hervor. Professor Mas-Colell fügte hinzu, dass der Fortschritt in der biomedizinischen Forschung in Spanien Gefahr läuft, „einen Rückschritt zu erleiden und nicht von dauerhafter Natur, außer durch private Unterstützung und wesentlichen privat-öffentlichen Partnerschaften. Aus diesem Grund ist die beispielhafte Initiative von Esther Koplowitz zur Eröffnung des Zentrums begeistert zu begrüßen“.

Das hochmoderne €60-Millionen-Zentrum wird eines der ersten biomedizinischen Forschungszentren in Spanien sein und eines der wenigen Zentren in der Welt, die direkt an ein  wichtiges Krankenhaus angeschlossen sind. Es ist an das Hospital Clínic Barcelona angegliedert und steht in Verbindung mit dem IDIBAPS – einem der führenden europäischen Institute für wissenschaftliche Leistungen. In diesem Zusammenhang meinte Cristina Garmendia, die spanische Ministerin für Wissenschaft und Innovation: „Ich bin sicher, dass] die Nähe des Esther Koplowitz Centers zur Klinik dafür sorgt, dass es eines der wichtigsten Zentren auf der internationalen Bühne wird“.  Durch das Zentrum fördert Esther Koplowitz die Forschung an einigen der vordringlichsten Erkrankungen wie unter anderem Krebs, Multiple Sklerose und Malaria. Nach Einrichtung des Centers werden bis zu 400 Forscher dort tätig sein.

Neben ihrer philanthropischen Arbeit ist Esther Koplowitz eine der prominentesten Geschäftsfrauen in Spanien – sie ist Hauptaktionärin von FCC, einem der größten Unternehmen für Umweltdienstleistungen, Infrastruktur und „Green Energy“ in Europa. Frau Koplowitz hat eine Reihe an Preisen für ihre philanthropische Arbeit und ihre unternehmerischen Fähigkeiten erhalten, zu den wichtigsten zählen: Business Leader of the Year von der spanisch-amerikanischen Handelskammer, sowie das Goldkreuz für gesellschaftliche Solidarität von der spanischen Königin Sofia.
 

Esther Koplowitz

Esther Koplowitz steht an 488. Stelle der Forbes-Milliardärsliste. Frau Koplowitz ist Vizepräsidentin, Vorstandsmitglied und Hauptaktionärin des auf der Fortune 500 Liste verzeichneten Umweltdienstleistungs- und Infrastrukturgiganten Fomento de Construcciones y Contratas, (FCC), Vizepräsidentin und Vorstandsmitglied des führenden US-amerikanischen und spanischen Zementunternehmens Cementos Portland Valderrivas sowie Vorstandsmitglied des französischen multinationalen Konzerns Veolia Environment. Ein Video zum Herunterladen sowie eine englische Abschrift über die philanthropische Arbeit von Esther Koplowitz mit Zitaten prominenter spanischer Politiker finden Sie: http://www.fcc.es/fcc/corp/ing/o_vfek.htm.

 

Esther Koplowitz Center

Das Esther Koplowitz Center wird als Teil des IDIBAPS geführt, des führenden wissenschaftlichen Forschungsinstituts in Spanien, das zu den Top Ten in Europa zählt. Mittel von der Europäschen Union (ERDF), der Regionalregierung von Katalonien und der spanischen Regierung sowie Mittel von anderen Stiftungen und Instituten gingen ebenfalls an das Esther Koplowitz Center. Das Center umfasst sieben Stockwerke (9.000 Quadratmeter) und drei Untergeschosse (5.000 Quadratmeter). Mehr als 400 spanische und internationale Forscher werden am Zentrum beschäftigt sein, wo sich auch eine umfangreiche Biobank zu Forschungszwecken befindet. 

 

Esther Koplowitz Stiftung     

Esther Koplowitz ist Gründerin und Vorsitzende der Stiftung, die ihren Namen trägt, und finanziert die Stiftung vollständig, legt persönlich ihre Strategie fest und beaufsichtigt die verschiedenen Projekte, an denen sie beteiligt ist. Frau Koplowitz begann mit ihrer philanthropischen Arbeit in den 1970er Jahren und machte ihre Arbeit durch die Gründung der Stiftung im Jahre 1995 offiziell. Seither hat die Stiftung selbst zahlreiche Großprojekte in die Wege geleitet, wie zum Beispiel Seniorenheime und Heime für körperlich und geistig behinderte Menschen. Daneben hat sie auch mit Hunderten führender Wohltätigkeitsorganisationen zusammen gearbeitet, darunter UNICEF und dem Roten Kreuz. Bisher hat die Stiftung €90 Millionen für philanthropische Zwecke beigesteuert.

 

Barcelona als biomedizinische Drehscheibe

In den letzten fünf Jahren hat sich Barcelona durch die Entstehung eines halben Dutzends  biomedizinischer Zentren zu einem Hauptstandort für biomedizinische Forschung in Europa entwickelt, und das Esther Koplowitz Center setzt diesen Trend fort. Laut der spanischen Ministerin für Wissenschaft und Innovation, Cristina Garmendia, ist Spanien in der Weltrangliste der wissenschaftlichen Leistungen von Platz 30 auf Platz 9 vorgerückt.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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