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Euroconstruct: Tiefpunkt am Bau in Europa ist heuer erreicht

20.07.2011

Das Bauforschungsnetzwerk "Euroconstruct" erwartet heuer in der europäischen Bauwirtschaft den vierten Rückgang in Folge, und zwar bei den 19 vertretenen Ländern um 0,4 Prozent. Dabei entwickeln sich einzelne Regionen sehr stark auseinander: In Spanien oder Irland geht es weiter bergab, während sich Skandinavien und Polen in Richtung eines Booms bewegen.

2011 schrumpft die europäische Bauwirtschaft zum vierten Mal in Folge. Dabei unterscheidet sich die Entwicklung deutlich zwischen den Ländern: In Spanien, Irland und Portugal setzt sich der Abschwung fort, auch in den kleinen Ländern Ostmitteleuropas ist noch keine Erholung zu verzeichnen.

 

Umgekehrt boomt der Bausektor in Polen und expandiert in den skandinavischen Ländern kräftig. Nach einem Einbruch des Wohnungsneubaus in zahlreichen Ländern kommen nun die ersten Hinweise auf eine Erholung ebenfalls aus dieser Sparte.

 

Das meldet das heimische Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo und bezieht sich auf die jüngste Analyse des Bauforschungsnetzwerks "Euroconstruct". Diesem Netzwerk gehören Bau- und Konjunkturforschungsinstitute aus 19 Ländern an, darunter auch das Wifo.

 

Wohnbau in Österreich stabil

 

Relativ stabil ist demnach der Wohnbau in Österreich. Nach einem Rückgang zwischen 2007 und 2010 festigen sich die Wohnbaubewilligungen derzeit bei etwa 4,5 Wohnungen je 1.000 Personen, wobei noch nicht mit einer nachhaltigen Erholung des Sektors zu rechnen sei, hieß es.

 

"Euroconstruct" erwartet in den 19 vertretenen Ländern heuer einen Rückgang der Bauproduktion um 0,4 Prozent. Für 2012 und 2013 wird eine nur schwache Erholung prognostiziert. 2013 wird die Bauproduktion um 12 Prozent unter dem Vorkrisenniveau (2007) liegen.

 

Dabei war der Tiefbau wegen zahlreicher Konjunkturmaßnahmen am wenigsten von der Krise betroffen, ganz im Gegensatz zum Wohnungsneubau, hier schrumpfte das Produktionsvolumen um etwa ein Fünftel. Dabei driften einzelne Regionen Europas weiterhin stark auseinander:

 

In Spanien, Irland und Portugal ist der Rückgang besonders groß, in Skandinavien, Polen, Deutschland und Frankreich geht es aufwärts. Die Bauzeitung bringt einen ausführlichen Bericht zum Thema in ihrer Ausgabe Anfang August. (pm)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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