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Die neue Software macht es Xesar-Nutzern leicht, die Kontrolle auf gleichbleibend hohem Sicherheitsniveau und bei größtmöglicher Flexibilität zu behalten.

EVVA: Kontrolle mit System

04.09.2018

Sicher ist sicher – gilt das auch für Ihre Baustelle? Zutritts- und Schließsysteme bieten für Bauunternehmen gleich mehrere Vorteile.

„Dank Zutrittskontrollen weiß man auf Knopfdruck, welche Arbeiter sich gerade auf der Baustelle befinden", sagt Herbert Maté , Leiter Business Solution bei EVVA.
Xesar 3.0

Die Software Xesar wurde erweitert und mit dem neuen Update Xesar 3.0 eine komplett neue System-Architektur entwickelt. Das Update bietet künftig die Möglichkeit, die Xesar-Anlage über ein browserbasiertes Client-Server-System von mehreren Personen gleichzeitig verwalten zu lassen. Zudem können nun auch diverse Identmedien mit unterschiedlichen Zutrittsberechtigungen für eine Person ausgestellt werden. Eine individuell gestaltbare Bedienoberfläche sowie farbliche Zustands-Infos und Short Cuts machen die Bedienung noch leichter.

Vor dem Klau am Bau ist man als Bauherr oder Bau­unternehmen nicht gefeit. Auch wenn die Zahlen von Einbruchsdiebstählen auf heimischen Baustellen in den vergangenen Jahren rückläufig waren – von 2016 auf 2017 um knapp 14 Prozent auf 1.940 Anzeigen –, sind Baumaterialen wie Kupferkabel, Treibstoff oder gleich ganze Baumaschinen noch immer begehrtes Diebesgut. Sicherheitssysteme und Zutrittskontrollen auf Baustellen seien in Österreich aber nach wie vor eine Seltenheit, so Herbert Maté, Leiter der Business Solutions bei Schließtechnikprofi Evva.

Bei welchen Bauprojekten sind Zutrittskontrollen sinnvoll?

Herbert Maté: Zutrittskontrollen auf Baustellen sind in Österreich noch nicht wirklich verbreitet. Sinnvoll sind sie natürlich immer, aber ob sie eingesetzt werden, kommt meistens auf die Art der Baustelle beziehungsweise Gebäudes an. Bei Prestige­bauten wie dem Umbau des Parlaments oder generell Gebäuden des öffentlichen Interesses kommen durchaus Sicherheitssysteme und Zutrittskontrollen zum Einsatz. Bei einem herkömmlichen Wohn- oder Bürobau ist es noch eher unüblich. Bisher werden Zutrittskontrollen von Versicherungen auch nicht vorgeschrieben. Dabei wären diese nicht nur aufgrund von Einbruchs- und Diebstahlabsicherung sinnvoll, die Systeme bieten auch zahl­reiche andere Vorteile.

Und die wären?

Maté: Sowohl Bauunternehmen als auch dem Arbeits­inspektorat erleichtert es die Arbeit ungemein, wenn auf Knopfdruck eine Liste der auf der Baustelle arbeitenden Unternehmen und Menschen­ erstellt werden kann. Auch auf Baustellen entlang von Bahn­strecken, wo Bombenfunde durchaus realistisch sind, ist es wichtig, schnell zu wissen, wer alles auf der Baustelle war und ob diese vollständig geräumt wurde. Aber auch der rechtliche Aspekt ist nicht zu unterschätzen, zumal der Bauleiter des General­unternehmers auch für die innerbetriebliche Sicherheit – inklusive der Subunter­nehmer – verantwortlich ist. Per Zutrittskontrolle gelangen nur Arbeiter auf die Baustelle, die eine Sicherheitsunterweisung durchlaufen haben. 

In Zusammenhang mit Sozialbetrug wird der Ruf nach Zutrittskontrollen mit direkter Verbindung zur Finanz­polizei oder Gebietskrankenkasse immer lauter. Bieten Sie so etwas an beziehungsweise ist das in Planung?

Maté: Aus Datenschutzgründen vernetzen wir unsere Systeme und Daten nicht mit der Finanzpolizei oder der GKK. Dahingehend ist momentan auch nichts geplant.

Was ist für Baustellen das Schließsystem der Wahl?

Maté: In der Regel werden auf den Baustellen Drehkreuze mit einem elektronischen Zutrittssystem kombiniert. Hier empfehlen wir zum Beispiel unser Schließsystem Xesar, das ist ein geschlossenes System mit eigener IT-Infrastruktur und verschiedenen Zutrittskomponenten, die auch für robustere Einsätze geeignet sind. In Containerdörfern wird meistens noch klassisch mit einem Schlüssel auf- und zugesperrt. Zu beziehen sind unsere Schließsysteme über unsere Partner­firmen, die auch weiteres Zubehör wie Drehkreuze und Co im Portfolio haben. Da die Bauunternehmen die Systeme in den meisten Fällen von einer Baustelle zu nächsten mitnehmen, sind auch die Investitionskonsten überschaubar. Bei Bürogebäuden, in der Bauphase oder im Teilbetrieb, stellen wir mechanische Schließsysteme als Bauzeitanlage leihweise bereit. Erst nach Fertigstellung wird in der Regel auf ein elektronisches Schließ­system umgerüstet.

Immer mehr Baufirmen agieren als Generalunternehmer und bieten Objekte schlüsselfertig an. Wie sehen die aktuellen Trends in Sachen Schließtechnik aus?

Maté: In Bürogebäuden geht der Trend schon seit langem zu elektronischen Schließsystemen – mit Karte oder Patch. Im Wohnbau, speziell bei Wohnbaugenossenschaften, wird mittlerweile häufig auf eine Kombination aus mechanischem und elektronischem Schließsystem gesetzt. Wohnungstüren werden gern mit einem Schlüssel gesperrt, während Allgemeinräume wie Waschküche, Sauna, Fahrradabstellraum oder Ähnliches per Chip versperrt wird. Das funkioniert simpel über einen kleinen Chip im Schlüssel und ist in Kombinationen mit unseren Systemen AirKey und Xesar möglich. 

Kommen bald Neuheiten auf den Markt?

Maté: Auf der Fachmesse Security in Essen Ende September stellen wir unter anderem das Update Xesar 3.0 vor. Dafür haben wir eine komplett neue Systemarchitektur entwickelt. Die neue Software macht es den Xesar-Nutzern deutlich einfacher, die Kontrolle auf gleichbleibend hohem Sicherheitsniveau und bei größtmög­licher Flexibilität zu behalten.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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