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Faszination Bauen

05.10.2011

Das Zoom-Kindermuseum ladet bis 19. Februar 2012 ein, in der Ausstellung „Achtung Baustelle“ die Welt des Bauens zu erleben. Aus welchen guten Gründen österreichische Bauunternehmen bei der Mitmachausstellung partizipieren und was sie zeigen.

"Ich werde mit meinen Enkelkindern wiederkommen“, sagt Winfried Kallinger bei der Präsentation der Ausstellung „Achtung Baustelle“. Der Firmengründer des Wiener Bauträgers aus der Wimbergergasse hat die Ausstellung als Partner mit einem fünfstelligen Betrag unterstützt.

Arbeit mit Jugendlichen in Schulen macht er punktuell, hier ist seine Freude groß. Auf 600 Quadratmetern werden im Kindermuseum des Museumsquartiers Wien in den nächsten Monaten Kinder und ihre Eltern oder Großeltern die schöne Seite des Bauens erleben. 

Jeder kann mitmachen

Mehr als zwei Dutzend Themenstationen laden in die Welt des Bauens ein. Hier gibt es etwas zu entdecken, und vor allem kann jeder mitmachen. „Kinder bauen von klein auf. Auf spielerische Weise entwickeln sie räumliches Denken und lernen statische Gesetze und Materialeigenschaften kennen“, sagt Zoom-Museumsdirektorin Elisabeth Menasse-Wiesbauer. Vom Plänezeichnen bis zum Mauerverputzen und Pflastersteineverlegen können Kinder selbst in den Museumsräumen Hand anlegen.

Gleich zu Beginn erfahren die Kinder, was ein Bauträger ist und welche Aufgaben ein Architekt hat. Die jungen Besucher lernen Pläne lesen, Maßstäbe erkennen und setzen sich mit Gefahren und Sicherheit am Bau auseinander. Dass Bauen ein Teamwork ist, wo viele Menschen, Berufe und Experten daran beteiligt sind, ist eine der Botschaften, die die Ausstellung den Besuchern mitgibt. Wie Tiere bauen, das Basteln von Konstruktionen, aber auch das Musikmachen, um lauter zu sein als ein Baustellenlärm, gehört zum Konzept der Ausstellung dazu.


Zum Spüren und Sitzen

Was in heutiger Zeit bei der Bauwelt nicht fehlen darf, ist das Thema Sanierung. Mithilfe einer Wärmebildkamera wird veranschaulicht, wie Wärme bei unterschiedlicher Fensterqualität mehr oder weniger entweicht, wie Dämmstoffe angeordnet sind und wie eine Wärmepumpe funktioniert. Apropos Bauteilaktivierung: Wie dieses moderne und zukunftsträchtige System den Kindern erklärt wird, ist einfach: Drei betonierte „Betonsessel“ stehen nebeneinander an der Wand. Der erste wird gekühlt, der mittlere nicht und der dritte gewärmt. Kinder setzen sich drauf und können sich über eine Wärmebildkamera selbst und ihre Kollegen ansehen.

Hinter den Sitzen an der Wand ist das Schlauchsystem, das im Beton eingearbeitet ist, zu sehen. „Wir wollen spürbar machen, was Beton in heutigen Zeiten kann“, sagt Frank Huber vom Betonmarketing Österreich. Punktgenau zum Ausstellungsbeginn ist parallel dazu die Broschüre „Was Zement alles kann“ erschienen. Das 18-seitige Heft liegt bei der Aussstellung zum Mitnehmen auf und wird zugleich an Schulen gesendet. Es ist ein „Anregungsmaterial für Lehrer“, um die Welt des Zements den Volksschülern – und auch den Lehrern – nahebringen zu können.


Danach ins Technische Museum

Apropos Leitungen für die Baukernaktivierung. Sie kommen von Rehau. Der Guntramsdorfer Produzent von Polymerlösungen hat zur Ausstellung auch Fenster, eine Wärmepumpe und vieles andere aus seiner breiten Produkpalette beigetragen. „Das Sponsoring hat sich immer weiter entwickelt. Zuerst war nur von der Wärmepumpe die Rede, und mit der Zeit hat sich das Projekt in Zusammenarbeit mit der Rehau-Akademie immer mehr vergrößert“, sagt Daniela Härtel, Leiterin der internationalen Kommunikation von Rehau. Für die große Wärmepumpe, die Kinder hinter Glas bestaunen können, gibt es auch schon Überlegungen für eine Nachnutzung. Sie könnte ins Technische Museum wandern.


Kindergerechter Verputz

Vorbei an Hebehilfen wie Flaschenzügen, geht es im letzten Raum um ganz irdisches Bauen. Hier wird an einem Bahnhofssteig Pflasterstein an Pflasterstein geklopft oder gleich gegenüber eine Mauer verputzt. „Der Baumit-Klimaputz ist in kinderfreundlichen 15 Kilogramm-Säcken abgefüllt, und wir haben eine eigene Rezeptur entwickelt, damit der vorbereitete Putz den ganzen Tag nicht trocken wird und verarbeitet werden kann“, erklärt Eduard Leichtfried von der Baumit/Wopfinger Baustoffindustrie.

„Achtung Baustelle“ ist die Gelegenheit, Kinder spielerisch die Welt des Bauens entdecken zu lassen. Ausstellungspartner sind der Bauträger Kallco und das Betonmarketing Österreich. Als Sponsoren sind Baumit, Rehau und die Vermögenstreuhändler der Wirtschaftskammer Wien dabei. Material sponsern Branchenführer wie Schalungsbauer Doka, Ziegelhersteller Wienerberger und Pflastersteinproduzent Semmelrock sowie der elektronische Messgerätehersteller Testeo und das Grafendorfer Bauunternehmen Trepka. Ebenso tragen die Versicherungsanstalt Auva, Berufskleidungshersteller Fistads und das Hagenbrunner Unternehmen Norm Gerüstbau zum Gelingen bei.

Jede Stadt lebt vom Bauen

Winfried Kallinger begründet seine Entscheidung, hier mitzumachen, so: „Bauen ist eine der wichtigsten Äußerungen der Gesellschaft, deren Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Jede Stadt lebt vom Bauen, trotzdem ist das Bauen nicht immer positiv besetzt. Umso wichtiger ist so eine Ausstellung.“ Das ist ein Grund, dem sich einige anschließen werden. Und eines kommt noch dazu: Er wird nicht der Einzige sein, der wiederkommen wird.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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