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Fertighaus-Norm: Qualität und Sicherheit

29.05.2019

Seit nunmehr zehn Jahren bietet die seither unveränderte ÖNorm B 2310 einen Leitfaden für den Fertighausbau. Käufer erhalten damit in Österreich abgesicherte Leistungsdefinitionen.

Am 3. und 4. Mai fanden wieder die „Tage des Fertighauses“ statt. Mitglieder des Österreichischen Fertighausverbands haben ein umfangreiches Informationsprogramm in ihren Werken und Musterhäusern angeboten. Jedes dritte in Österreich gebaute Einfamilienhaus ist ein Fertighaus. Damit liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld. Insgesamt wurden hierzulande im vergangenen Jahr 4.370 Einfamilienhäuser in Fertigbauweise gemäß der ÖNorm B 2310 errichtet. Die Entstehung der ÖNorm B 2310 wurde 1991 vom Österreichischen Fertighausverband initiiert und für dessen Mitglieder als Maßgabe eingesetzt. Nur Unternehmen mit Firmensitz in Österreich können dort Mitglied werden, und sie müssen die behördlichen Befugnisse zur Herstellung, zum Vertrieb und zur Errichtung bzw. nur zum Vertrieb und zur Errichtung von Fertighäusern gemäß der ÖNorm B 2310 vorweisen können. Konsumenten schätzen die von der Norm seit Jahren mitbegünstigten hohen Standards. Nicht zuletzt sind sogar die in der Norm definierten Bezeichnungen in den alltäglichen Sprachgebrauch der Bevölkerung eingegangen. Wer kennt nicht die Bezeichnungen „schlüsselfertig“, „belagsfertig“ oder „Ausbauhaus“? Schlüsselfertig ist beim Fertighaus die höchste Ausbaustufe. Der Käufer kann gleich nach der Fertigstellung einziehen. Außenanlagen sind allerdings gesondert zu beauftragen. Der Anteil der schlüsselfertigen Häuser nahm über die Jahre zu und beträgt nun bereits fast die Hälfte. 40 Prozent der Käufer entschieden sich für die „belagsfertige“ Variante. Das heißt, dass Heizung, Estrich, ­Elektro- und Sanitärinstallation vom Hausanbieter übernommen werden und sich der Bauherr um den Rest kümmert.

Für Fertighäuser aus Holz gilt übrigens ein eigener Standard: Die ÖNorm B 2320 dient der Vermeidung von Schäden und Mängeln bei Wohnhäusern aus Holz, sie enthält dazu eine Vielzahl technischer Standardvorgaben. Beide Normen haben in Österreich für Standards gesorgt, die unbedingt auch in der Auftragserteilung festgelegt werden sollten.

Die neuesten Entwicklungen der ÖNormen werden in Kooperation mit Austrian Standards präsentiert.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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