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Forschungsfeld Beton

25.02.2005

Das Expertenforum Beton, eine Veranstaltung der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, bot eine Vielzahl an Innovationen, die interdisziplinär interessierte.

Über 200 fachkundige Zuhörer kamen zum ersten „Expertenforum Beton“ in diesem Jahr in den Konferenzraum des Renaissance Penta Vienna Hotels – die Sitzplätze waren rar, das Interesse an den einzelnen Vortragenden und Themen groß. Der Veranstalter, die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), engagiert sich für die Forschung rund um das Thema Beton, aber vor allem auch für die breite Öffentlichmachung von der Vielzahl an Innovationen, welche aus heimischen Betrieben stammen. Die VÖZ versteht sich als Partner von Baugewerbe und Bauindustrie, den Behörden und Auftraggebern, ist aber auch eine Service- und Anlaufstelle für den Endverbraucher. Auch Fragen zur fachgerechten Verarbeitung von Zement und Beton beantwortet der VÖZ. Mit der Forcierung neuer Technologien und dem Angebot von kundenorientierten Speziallösungen erweist sich die VÖZ als innovativer Motor der Bauindustrie. Aktuelle internationale Entwicklungen werden laufend beobachtet und dadurch der neueste Stand der Technik in der österreichischen Bauwirtschaft verankert.
Dazu zählt unter anderem Hochleistungsbeton, der den steigenden technischen Anforderungen im Bauwesen gerecht werden will. Dieser muss genau definierte Eigenschaften bezüglich Haltbarkeit und Vermeidung von Rissen aufweisen. Österreichs Zementforschung hat für die Anwendung im Bauwesen neue Berechnungsmethoden und modernste Technologien entwickelt. „Damit wird es möglich, praktisch jede gewünschte Betonqualität unter allen klimatischen Bedingungen herzustellen und zu garantieren“, erklärt Felix Friembichler, Geschäftsführer der VÖZ.
Einen wesentlichen Schwerpunkt bildeten die neuen Methoden zur Temperatursteuerung von Beton. Betonbauwerke, an die besondere Ansprüche bezüglich Tragfähigkeit oder Wasserdichtigkeit gestellt werden, benötigen bei der Herstellung eine genaue Temperatursteuerung. Zu große Umgebungswärme und Mängel bei der Berechnung der Erwärmung des Betonkörpers im Zuge des Abbindens führen zur Bildung von Rissen, die das Eindringen von Wasser und Korrosion der Stahlbewehrung ermöglichen. Problematisch für die künftige Festigkeitsentwicklung ist auch zu niedrige Temperatur.
„Bei einer Lufttemperatur unter drei Grad Celsius muss Frischbeton mindestens eine Temperatur von plus zehn Grad aufweisen, damit die erwünschte Endfestigkeit erreicht wird“, erklärte Peter Nischer vom Forschungsinstitut der VÖZ. Ab drei Grad Lufttemperatur genügen fünf Grad beim Frischbeton. Werden diese Werte nicht erreicht, muss der Frischbeton erwärmt werden. Kritisch wird es für Beton wieder ab einer Temperatur von plus 27 bis maximal 32 Grad. Für die meisten Betonqualitäten ist ab 27 Grad Kühlung erforderlich, damit die Qualität gesichert werden kann. Nischer: „Besonders kritisch ist das beim Bau von wasserundurchlässigen Bauwerken, so genannten ,weißen Wannen‘. Mit den neuen Berechnungsmethoden können die gegebenen Eigenschaften des Betons optimal genutzt werden.“

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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