Direkt zum Inhalt

Forschungsprämie neu

04.03.2011

Zwar wurde der Forschungsfreibetrag zur Gänze abgeschafft, im Gegenzug wurde jedoch die Prämie für „Forschung und experimentelle Entwicklung“ (F&E) sowie für außer Haus vergebene Forschungsaufträge (bis max. 100.000 Euro p. a.) von acht Prozent auf zehn Prozent angehoben. Und F&E im steuerlichen Sinn findet nicht nur in riesigen Forschungsabteilungen und Labors, sondern häufig bereits bei Kleinunternehmen mit wenigen Mitarbeitern statt!

Welche Aufwendungen sind begünstigt?
Löhne/Gehälter, der im Bereich F&E beschäftigten Mitarbeiter, einschließlich Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung inklusive frei­willige Sozialleistungen (werden die Mitarbeiter nicht ausschließlich in F&E tätig, können die Aufwendungen anteilig herangezogen werden);
unmittelbare Aufwendungen und Investitionen (und zwar die Anschaffungskosten und nicht nur die Abschreibung), die nachhaltig der F&E dienen; Finanzierungsaufwendungen, wenn sie auf F&E entfallen; zuordenbare Gemeinkosten.

Beispiel: Um in den Genuss der steuerlichen Forschungsförderung zu kommen, ist es nicht notwendig, dass Sie neue Produkte oder Verfahren entwickeln. Auch deren Weiterentwicklung wird steuerlich gefördert. So kann z. B. eine Großbäckerei die Nutzung einer Maschine für weitere zusätzliche Einsatzbereiche als F&E geltend machen. Dafür ist beispielsweise ein Mitarbeiter zur Gänze, ein weiterer halbtags beschäftigt, wofür Kosten von 70.000 Euro anfallen. Weiters wird ein Arbeitsplatz um 20.000 Euro eingerichtet und Gemeinkosten i. H. v. 10.000 Euro zugeordnet. Damit entstehen dem Unternehmer jährlich 100.000 Euro an Aufwendungen für F&E, wofür eine Forschungsprämie in Höhe von 10.000 Euro steuerfrei zusteht, obwohl die Aufwendungen voll abzugsfähig bleiben.

Empfehlung: Die F&E-Aufwendungen sollten penibel und im Rechnungswesen von vornherein gesondert erfasst werden. Anderenfalls sind spätestens im Rahmen der nächsten Betriebsprüfung Diskussionen vorprogrammiert.

LBG Wirtschaftstreuhand Österreich
A-1030 Wien
Boerhaavegasse 6
T +43(0)1/53105-720
www.lbg.at

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Service.
12.06.2019
Das Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz beschäftigt sich in Kooperation mit einem
...
Das Kano-Ergebnisse der 43 untersuchten Kunden: Umso weiter der rote Balken in Richtung -1,0 reicht, desto höher ist das Potential des Kriteriums, bei dessen, Nichterfüllung Unzufriedenheit bei den Kunden auszulösen. Je weiter der blaue Balken in Richtung +1,0 ausschlägt, desto eher wird bei Erfüllung des jeweiligen Kriteriums Kundenzufriedenheit erzeugt.
Service.
15.05.2019

Das Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz beschäftigt sich in Kooperation mit einem österreichischen Baukonzern mit dem Thema Kundenzufriedenheit.

Ein virtueller Rundgang soll Nutzern bereits im Vorfeld einen Eindruck von neuen Verkehrs­infra­struktur­projekten bieten.
Aktuelles
23.04.2019

Das AIT forscht an neuen Anwendungsmöglichkeiten von Virtual und Augmented Reality im Rahmen der Stadt- und Mobilitätsplanung.

Erhebung der Kundenzufriedenheit nach Ende des Bauvorhabens
Service.
18.04.2019
Acht Erfolgsfaktoren für KMU-Bauunternehmen in Österreich ermittelte das Institut für Baubetrieb
...
Art der Kostenrechnung, die in den befragten Unternehmen eingesetzt wird.
Service.
03.04.2019

Acht Erfolgsfaktoren für KMU-Bauunternehmen in Österreich ermittelte das Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz in einem Forschungsprojekt.

Werbung