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Fortgeschrittene Außenhaut

12.10.2016

Bei der Advanced Building Skins in Bern stand zwei Tage lang die Gebäudehülle im Mittelpunkt.

Zwei Tage lang war Bern, Schweiz, das Zentrum der internationalen Fassadenbauer. Egal ob Forscher, Dozenten, Architekten oder Industrie -  im Rahmen der Advanced Building Skins  wurde diskutiert, genetzwerkt und die neuersten Trends diskutiert. Die vorgestellten Projekte variierten nicht nur in ihren Ansätzen, sondern auch in ihrem aktuellen Projektstatus. So fanden sich neben grundsätzlichen Ideen, Ansätze für die mittelfristige Zukunft und bereits umsetzbare Fassadenlösungen.

Sonne und Grünes

Aktuell heiß diskutiert und schon in diversesten Variationen umgesetzt sind grüne Fassaden. Dabei geht es vor allem um die Lebensdauer, Erhaltungskosten sowie die möglichen Auswirkungen auf die Bausubstanz. Von den klimatischen Vorteilen zeigten sich die Kongressteilnehmer grundsätzlich überzeugt.

Um Photovoltaik in den verschiedensten Formen, gibt es momentan kein herumkommen. Es wirkt in allen Vorträgen und Diskussionen, als ob es nur noch um die Frage geht, wie man diese am besten Einsetzen kann und nicht ob es sinnvoll ist. Dabei dürften vor allem Freiform- sowie integrierbare  Lösungen eine große Rolle spielen.

Möglichkeiten

Als ein Thema der mittelfristigen Zukunft kristallisierten sich mit Wasser gekühlte/geheizte Gebäudehüllen heraus. Dabei werden hinter der Dämmschicht bzw. direkt in den massiven Teil der Wand sowie auch auf dem Dach Wasserrohre verlegt, die die Fassade erhitzen oder kühlen sollen – ein System ähnlich der Bauteilaktivierung, wobei hier das Wasser auch als Dämmschicht betrachtet werden kann. Erste Versuchsobjekte im mehrgeschoßigen Wohnbau zeigen schon jetzt Möglichkeiten auf, bis das System zum Stand der Technik werden könnte, wird noch Zeit vergehen.

Denkansatz

Ein utopisch anmutender Ansatz zur Gebäudehülle – The Cloud - wurde von Roman Kristesiashvili, UNStudio, vorgestellt. Das Architektenteam entwickelte im Hinblick auf die Expo 2020 in Dubai ein Gebäude, das über seine Außenhülle Wasser erzeugen könnte. Über ein Glashaus im Gebäude wird ein internes Klima geschaffen, das die Außenhaut, bedingt durch das externe Klima, zum Schwitzen bringen soll. Das so entstehende Wasser könnte gesammelt und der Nutzung zugeführt werden. Eine klimaspezifische Lösung, die auch in Regionen mit ähnlichen klimatischen Verhältnissen wie Dubai Anwendung finden könnte.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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