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v.l. Karl Wurm und Alfred Graf bereitet die Sicherstellung von leistbaren Wohnraum sorgen.

GBV: „Bauindustrie an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit"

11.04.2019

Die Hochkonjunktur in der Bauwirtschaft führte im vergangenen Jahr zu einem leichten Rückgang der Fertigstellungen gemeinnütziger Wohnungen.

Die Zahl der im Bau befindlichen Wohnungen hat aktuell einen Langzeit-Rekordwert erreicht.

Auch 2018 sind die GBVs mit ihren 185 Unternehmen in ganz Österreich wieder der Motor für leistbares Wohnen“, sagt GBV-Verbandsobmann Karl Wurm. „Alleine das Neubauvolumen beträgt rund 2,8 Milliarden Euro.“ Sorgen bereitet nach wie vor die Sicherstellung von leistbaren Wohnraum. In Österreich gebe es zu wenige günstige, geförderte Mietwohnungen. Der Nachholbedarf zum Schließen der Deckungslücke werde immer größer, helfen könnten eigentlich nur Sonderaktionen oder mehr Förderung. Aber die Bauindustrie sei an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. „Die Hochkonjunktur in der Bauwirtschaft führt zu Verzögerungen. Das erklärt auch, warum gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang der Fertigstellungen zu erkennen ist“, so Wurm. Vor allem im Osten spüre man dieses Problem verstärkt.

Langzeithoch bei in Bau befindlichen Wohnungen

Einen Lichtblick gibt es aber, da die Zahl der in Bau befindlichen Wohnungen aktuell einen Langzeit-Rekordwert erreicht: Anfang 2019 waren 33.600 GBV-Wohnungen in Bau, diese Höhe wurde zuletzt Mitte der 1990er Jahre erreicht. Die sehr hohe Bauaktivität wird sich in den kommenden Jahren wiederum in überdurchschnittlichen Fertigstellungen niederschlagen. „2019 und 2020 werden im Schnitt voraussichtlich mehr als 16.500 Wohnungen übergeben werden, aus heutiger Sicht dürfte dann 2020 der Höhepunkt überschritten sein.“

Sanierungs-Champion

Und nicht nur im Bau, auch im Bereich der Sanierung sind die GBVs stark unterwegs: „Alleine im Jahr 2018 wurden 8.100 Wohnungen im gemeinnützigen Sektor einer Großinstandsetzung mit thermischer Sanierung unterzogen“, sagt Alfred Graf, Obmann-Stellvertreter des Verbandes der GBV. „Pro zwei neu errichteter Wohnungen wird also etwas mehr als eine Bestandswohnung totalsaniert.“ Aktuell beträgt das Sanierungsvolumen etwa 950 Millionen Euro pro Jahr.

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