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Gebäudezertifizierung ist eine Investition in die Zukunft

03.04.2012

Jetzt ist es offiziell: Das sonderpädagogische Zentrum der IIG (Innsbrucker Immobiliengesellschaft) wird heuer mit dem DGNB Vorzertifikat in Gold ausgezeichnet.

„Dieses Projekt ist ein schönes Beispiel für ehrliche Bemühungen, um Menschen mit Beeinträchtigungen ein nachhaltiges Gebäude zu bieten und damit gleichzeitig Verantwortung für das Gesamte, nämlich die Gesellschaft und Umwelt wahrzunehmen", sagt Dipl.-Ing. Wolfgang Kradischnig, Geschäftsführer in der DELTA Gruppe, die die Zertifizierung auditiert und koordiniert.

 

Es ist falsch, immer gleich den Taschenrechner zu zücken und die Investitionskosten minimieren zu wollen. „Es muss zu einer Selbstverständlichkeit werden, dass Gebäude auf die spezifischen Anforderungen der späteren Nutzer ausgerichtet sind", sagt Kradischnig. Das Gebäude muss einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Produktivität der Nutzer haben. „Darüber hinaus ist es gut, wenn ein Gebäude noch viel umfassender der Nachhaltigkeit entspricht. Die Menschen müssen den Mut haben, als Pionier in eine gute Sache zu investieren. In der Gebäudezertifizierung ist die Verpflichtung gegenüber der Umwelt nicht nur ein Lippenbekenntnis." CO2-Emissionen werden reduziert, erneuerbare Ressourcen eingesetzt und Abfallstoffe reduziert. Das alles und viel mehr erhöht den Wert einer Immobilie und damit auch die Nachfrage. Nicht zuletzt sind mit Gebäudezertifizierungen auch verschiedene finanzielle Vorteile verbunden.

 

DGNB-Gold für das Sonderpädagogisches Zentrum in Innsbruck

 

Dem sonderpädagogische Zentrum in Innsbruck wird heuer offiziell das DGNB Vorzertifikat in Gold verliehen, wie die ÖGNI heute bei der Veranstaltung blueBUILT in Innsbruck bekannt gegeben hat. Die bisherige Unterbringung des sonderpädagogischen Zentrums bietet einfach nicht mehr die erforderlichen Bedingungen zur Förderungen von schwerstbehinderten Kindern. „Unser Ziel ist es, eine Vorreiterrolle einzunehmen. Wir wollen daher nicht nur ein sozial nachhaltiges Gebäude errichten, sondern den Anspruch erhöhen und das Projekt an einer ganzen Reihe von Nachhaltigkeitskriterien ausrichten", begründet Ing. Dr. Franz Danler, Geschäftsführer der Innsbrucker Immobiliengesellschaft, seine Entscheidung zur Gebäudezertifizierung und sagt weiter: „Bei DGNB Zertifizierungen in Gold sind die Anforderungen sehr hoch. Das Gebäude muss in allen Qualitätskategorien - ökologisch, ökonomisch, soziokulturell und funktional, technisch, Standort und Prozess - top sein."

 

Bestandteile des Zertifizierungsprozesses

 

„DELTA stellt sicher, dass die angestrebte Zertifizierung auch erreicht wird. Wir sorgen dafür, dass alle Beteiligten wissen, welche Kriterien zu beachten sind und wie diese konkret in der Planung und in der Errichtung umgesetzt werden müssen. Wir betreuen die Architekten und Fachplaner. Wir beraten den Bauherrn in der Ausschreibung für die bauausführenden Firmen, damit die Ausschreibung mit den Vorgaben für das zu errichtende Gebäude übereinstimmt", beschreibt Dipl.-Ing. Wolfgang Lukaschek MA, Bereichsleiter Nachhaltiges Bauen bei DELTA, einige wesentliche Bestandteile des Zertifizierungsprozesses.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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