Direkt zum Inhalt
Ein typisches Einfamiliensiedlungshaus aus Wolkersdorf steht im Zentrum des diesjährigen Velux Active House Award.

Gegen die Zersiedelung

16.03.2016

Der Velux Active House Award steht dieses Jahr im Zeichen der intelligenten Nachverdichtung und sagt der Zersiedelung den Kampf an.
 

Nachhaltiges Bauen im Active-Standard steht auch im Zentrum des dritten Velux „Active House Awards“. Der diesjährige Wettbewerb wurde in Kooperation mit der Stadtgemeinde Wolkersdorf, Niederösterreich, auf internationaler Ebene in vier Ländern ausgeschrieben. Studenten aus Österreich, der Schweiz, der Tschechischen Republik und der Slowakei sollen einen Lösungsansatz einer intelligenten Nachverdichtung anhand eines typischen Einfamiliensiedlungshauses aus den 1970er-Jahren in Wolkersdorf erarbeiten.

Gegen suburbane Zersiedelung

Vor allem Wohnen in kleineren Städten rund um Ballungsräume wird immer beliebter – so auch in der niederösterreichischen Gemeinde Wolkersdorf. Umso wichtiger ist es, dort einer Zersiedelung entgegenzuwirken. „Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere so lebenswerte Umgebung noch weiter verbaut wird – sondern müssen vielmehr versuchen, für das Bestehende neue und kreative Lösung der Sanierung und des Umbaus zu finden“, erklärt die Wolkersdorfer Bürgermeisterin Anna Steindl. Deswegen sollen die Studenten unter den Aspekten Nachverdichtung und Nachhaltigkeit ein ausgewähltes, bestehendes Einfamilienhaus in Wolkersdorf nach ihren Vorstellungen umbauen. Die Bedingungen dabei: sinnvolle und effiziente Nutzung von potenziellen Wohnräumen unter Berücksichtigung der Active-House-Kriterien.
„Speziell die Einfamilienhäuserstrukturen der 1970er und 1980er zeigen viel Potenzial für Umbauten“, erklärt Velux-Experte Heinz Hackl. „Das Haus ändert über die Jahre seinen Nutzungszweck, und die Bewohnerstruktur verändert sich. Durch einen Aus- und Umbau kann diesen Faktoren Rechnung getragen sowie dem Objekt neues Leben eingehaucht werden.“ Dabei sei es wichtig, die Punkte Energieeffizienz, Komfort und Umwelt zu berücksichtigen, um einerseits das Wohngefühl zu erhöhen und andererseits auch eine Kostenreduktion zu erarbeiten.

Modellarischer Lösungsansatz gesucht

Das ausgewählte Haus des Active House Award steht exemplarisch für viele Häuser. Auch die Lösungsansätze sollen modellarisch betrachtet werden und für weitere Projekte genutzt werden können. „Der Wettbewerb bietet die großartige Gelegenheit, eine Diskussion über die Qualität der bebauten Umwelt im breiteren urbanistischen Maßstab anzustoßen“, so Christina Brunner von Velux Österreich. „Dadurch können wir uns auf einzelne Bauten, die Qualität des Innenraums und auf gesundes Wohnen fokussieren.“ Dies gelte es, mit dem Award zu unterstützen und ein gesteigertes Bewusstsein zum Thema zu entwickeln. Projektentwürfe für den Active House Award können noch bis Ende Juni eingereicht werden.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Recht
06.11.2019

Jede Abweichung von der Ausschreibung im Angebot ist unzulässig und führt zum Ausscheiden des Angebots.

Recht
28.08.2019

In Ausschreibungen werden oft bestimmte „Qualitätsnachweise“ in dieser Form verlangt. Es entstehen jedoch immer wieder Diskussionen, wie weit dies zulässig ist.

„Wir wollen private aber auch öffentliche Bauherren zum Bau von Steildächern motivieren“, sagt der neue Sprecher der Plattform Dachvisionen.
Aktuelles
07.05.2019

Die Plattform Dachvisionen startet mit neuem Sprecher und Kampagne in den Frühling.

Recht
19.03.2019

Die Frage, wer Abfall „wegschaffen“ darf und wie dies bei Ausschreibungen nach dem ­Bundesvergabegesetz (BVergG) nachzuweisen ist, wird oft als nebensächlich betrachtet.

Bis 29. März werden die Einreichungen für den "CCC Future Skills" - Award 2019 noch angenommen.
Aktuelles
11.02.2019

Der VZI baut auf dem Konzept des CCC-Awards auf und vergibt erstmals einen Preis für Nachwuchsingenieure. 

Werbung