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Gelungene Saisoneröffnung

18.06.2010

Die Kartause Mauerbach hat die Saison 2010 feierlich eröffnet. Ende Mai konnten Interessierte an den „Tagen der offenen Kartause“ in die Welt der Baudenkmalpflege hineinschnuppern.

Mit dem weitläufigen Baukomplex des im westlichen Wienerwald gelegenen Kartauserklosters Mauerbach verfügt das Bundesdenkmal­amt über ein ideales Trainingsgelände für die Fortbildung auf dem vielfältigen Gebiet der Baudenkmalpflege.

Die Restaurierungswerkstätten Baudenkmalpflege des Bundesdenkmalamts veranstalteten auch heuer wieder einen gelungen Saisonstart. Um diese einmalige Stätte Interessierten näherzubringen, wurden Ende Mai zwei Tage lang die Tage der offenen Kartause veranstaltet.Spezialisten im Handwerk und in der Baudenkmalpflege waren zum Erfahrungsaustausch eingeladen.

Die offenen Tage werden vom Bundesdenkmalamt gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Baudenkmalpflege, dem Verein Ortsbildgestaltung Mauerbach, dem Kultur- und Museumsverein Mauerbach, der WKÖ-Geschäftsstelle Bau, der BauAkademie Wien, der Landesinnung der Steinmetze NÖ, der Universität für angewandte Kunst Wien Institut für Konservierung und Restaurierung, der Weha, Ludwig Kyral Kunstspengler und Gürtler, Glashütte Lamberts, Bucher Dachplatten, Lokal Silentium, Weinbau Holzreiter, Österreichische Bundesforste, Skokan Keramikbedarf, Pigmentmühle Enzinger, Tondach Gleinstätten und vielen freiwilligen Helfern, spezialisiert im Bereich der Baudenkmalpflege, durchgeführt.


Offene Kartause

Am ersten der beiden Tage wurde der Kalkofen durch Michael Franz, Leiter der Sektion Kultur des bmukk, und Barbara Neubauer, Präsidentin des Bundesdenkmalamts, angefeuert. Damit wurde die Saison 2010 eröffnet und historische Handwerkstechniken in der Baudenkmalpflege bieten bei freiem Eintritt Einblicke in fast vergessene Geheimnisse der Baukunst.

Anschließend startete der Workshop „Handwerd Denkmalpflege“ im Kreuzgarten der Kartause Mauerbach mit Astrid Huber, Maucherbachchefin. Der Workshop richtete sich an Denkmaleigentümer und Berufsgruppen, die am historischen Bau tätig sind – Architekten, Restauratoren, Handwerker, Denkmalpfleger und Naturwissenschafter.

Bei der Kartausenführung wurde den Besuchern die Geschichte des Hauses nähergebracht. Kartäuserorden, Baudenkmalpflege und Restaurierung standen bei der Führung im Mittelpunkt. Für besonders Interessierte wurde auch eine Führung zu den einzelnen Informationstafeln um und über die Kartause geboten. Bei diesem Themenweg konnten noch mehr Informationen und Hintergrundgeschichten in Erfahrung gebracht werden.


Vielfältiges Angebot

Die beiden offenen Tage waren gefüllt mit zahlreichen interessanten und spannenden Aktivitäten. Die Besucher hatten die Gelegenheit, dem Kalkbrennen im Kreuzgarten, der Herstellung von Pigmenten oder der Open-Air-Steinmetzwerkstatt beizuwohnen. Ziegelschlagen, Dachdecken, traditionelle Putztechniken und Freskomalen standen ebenso auf dem Programm wie Schmieden in der Schmiede, Kunstspenglerei oder die traditionelle Glasproduktion. Ein besonderes Highlight war die Steinkonservierung und -restaurierung.

Das Bundesdenkmalamt veranstaltet zudem unterschiedliche Projekte, Seminare und Tagungen rund um das Thema Restaurierung und Baudenkmalpflege. Die aktuelle Sonderaustellung der Kartause Mauerbach, die Ende Mai eröffnet wurde, bietet Interessierten noch bis Ende Oktober die Möglichkeit, den Baukomplex mitsamt seinen historischen Handwerkstechniken und Geheimnissen zu erkunden.

Diana Danbauer

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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