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Gemeinsam handeln

06.08.2010

Umwelt + Bauen ist eine neue Nachhaltigkeitsinitiative, die anspruchsvolle Forderungen stellt, um auch den nächsten Generationen eine Zukunft zu gewährleisten. Vernetztes Handeln steht dabei im Vordergrund.

Bereits beim ersten offiziellen Auftritt der Umwelt + Bauen-Partner fanden sich 15 Vertreter ein, die gemeinsam ihre Ziele präsentierten. Allen voran Josef Muchitsch, Gewerkschaft Bau-Holz, und Hans-Werner Frömmel, Bundesinnung Bau, sowie Robert Schmid, Fachverband Steine-Keramik, Klaus Kastenhofer, Global 2000, Werner Muhm, Arbeiterkammer, Walter Hüttler, Energie Markt Analyse GmbH (e7), Andreas Oberhuber, Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen, Franz Roland Jany, Gemeinschaft Dämmstoff Industrie, Wolfgang Amann, Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen, Bernhard Achitz, Österreichischer Gewerkschaftsbund, Josef Schmidinger, Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen, Roger Hackstock, Verband Austria Solar, Karl Wurm, Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen, Michael Steibl, Vereinigung Industrieller Bauunternehmungen, und Margarete Czerny, Bauexpertin, Wirtschaftsforschungsinstitut.
„Die Gewerkschaft Bau-Holz startete ihre Nachhaltigkeitsinitiative aus vielen Gründen. So ermöglichen Investitionen in die Gebäudesanierung den nächsten Generationen, noch Perspektiven und eine funktionierende Lebensumwelt vorzufinden“, erklärt Muchitsch den Grundgedanken von Umwelt + Bauen.


Nachhaltigkeit neu definiert

Die Initiative hat ihren Begriff der Nachhaltigkeit in vier Punkten definiert: eine zukunftsorientierte Verbindung zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem; die zukunftswirksame Veränderung unserer Wirtschaft; die Chance, Arbeitsplätze zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen; Infrastrukturinvestitionen in Bildung, Innovation, Umwelt und Verkehr. Das gemeinsame Ziel: „Wir bauen unseren Kindern eine lebenslange Zukunft, damit Österreich international nicht nur ein soziales, sondern auch ein ökologisches Vorbild wird.“ Sämtliche Beteiligte sind überzeugt davon, dass dieses Ziel nur gemeinsam zu erreichen ist. Zudem sehen sie einen Schwerpunkt darin, dass sparen alleine kein Weg aus der Krise sein kann. Als mindestens so wichtig sehen sie zusätzliche intelligente Investitionen zur Wachstumsförderung an.

„Thermische Sanierung und Wohnungsneubau dürfen bei den Förderungen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Da die Etats der öffentlichen Hand immer mehr schrumpfen, müssen endlich steuerliche Anreize geschaffen werden, um Private zu motivieren, Kapital krisensicher in Immobilien zu investieren“, so Hans-Werner Frömmel. Insgesamt wurden gemeinsam vier Kernziele der gesamten Initiative herausgearbeitet, die sich auch in dem kreierten Logo von Umwelt + Bauen widerspiegeln: Die Steigerung der Sanierungsrate, ein ausreichendes Neubauangebot leistbarer Wohnungen, der Umstieg auf erneuerbare Energieträger und der Bau von zukunftsweisenden öffentlichen Verkehrsverbindungen und Bildungseinrichtungen. „Nur durch ein gemeinsames Zusammenwirken können die notwendigen wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um Hemmnisse abzubauen und unsere Zukunft besser nachhaltig zu gestalten und zu bauen“, ist Margarete Czerny überzeugt. „Ziele sind nur erreichbar, wenn alle gemeinsam in die gleiche Richtung gehen“, bringt Muchitsch die Zusammenarbeit auf den Punkt.

Diana Danbauer

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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