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Generalplaner Wettbewerb MED-CAMPUS Graz

22.09.2009

Mit der soeben angelaufenen Ausschreibung zum EU-weiten Architekturwettbewerb hat der MED CAMPUS einen entscheidenden Eckstein auf dem Weg zur baulichen Umsetzung erreicht. Die Erwartungen hinsichtlich Anzahl und Qualität der Einreichungen ist hoch, geht es doch um die Gestaltung eines ganzen Stadtteils im Grazer Bezirk Ries.

Hier wird ab 2012 ein modernes Universitäts- und Kommunikationszentrum entstehen, das nicht nur Platz für insgesamt 4300 Studierende bieten, sondern auch neue Wege in den Kernbereichen Lehre und Forschung beschreiten wird. Die Universitätsstadt Graz darf sich damit nicht nur auf einen neuen, attraktiven Campus freuen, sondern wird mit ihrem nunmehr vierten Uni-Standbein in Zukunft auch international punkten können.

Unter wb.medcampusgraz.at können Sie Details zur Ausschreibung entnehmen .

Mit dem Projekt MED CAMPUS wird das Ziel verfolgt, die 2004 organisatorisch vollzogene Gründung der Medizinischen Universität Graz (MUG) als eigenständige Universität auch baulich umzusetzen. Durch die örtliche Zusammenführung der grundlagenorientierten Fächer (Vorklinik) in den Nahbereich des LKH-Univ.Klinikums Graz wird ein wesentlicher Fortschritt in den Kernbereichen Lehre und Forschung mit nachhaltigen Auswirkungen auf die universitäre Patientenbetreuung erzielt.

Der MED CAMPUS ist das Schlüsselprojekt der jungen Medizinischen Universität Graz und darüber hinaus ein großer Schritt in der Weiterentwicklung des Universitätsstandortes Graz.

Die Umsetzung des MED CAMPUS erfolgt auf Basis eines Standortentwicklungsplans aller Grazer Universitäten und wird die Interuniversitäre Verbundforschung insbesondere im Life Science Bereich nachhaltig stärken.

MODULARE UMSETZUNG des MED CAMPUS

Der Wettbewerb wird von der Medizinischen Universität Graz in Kooperation mit der Bundesimmobiliengesellschaft m.b. H. ausgelobt. Die Entscheidung der 11-köpfigen Jury über die neue architektonische Gestalt der Medizinischen Universität Graz wird nach aktuellem Plan im Juni 2010 getroffen sein. Ab Oktober 2010 wird mit der Umsetzungsplanung begonnen werden.

Im Anschluss an den Architekturwettbewerb ist entsprechend der Projektgröße mit einer zweijährigen vertieften Planungsphase zu rechnen. Die modulare Umsetzung ist ab Anfang 2012 geplant. Die Inbetriebnahme des MED CAMPUS ist aus heutiger Sicht schrittweise ab Mitte 2014 vorgesehen.

Als erster Bauabschnitt des MED CAMPUS wird das Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin (ZWT) bis Herbst 2013 realisiert werden. Dieses wird Raum und Infrastruktur für universitäre Unternehmensausgründungen ("Spin-offs") sowie für Klein- und Mittelbetrieben (nationale & internationale Unternehmensansiedelungen) aus dem Fachbereich der Medizin, Biomedizin und Life Sciences zur Verfügung stellen.

NACHALTIGKEIT und STADTTEILENTWICKLUNG

Neben deum umfassenden Thema der Nachhaltigkeit in der Gebäudekonzeption nimmt insbesondere auch die Stadtteilentwicklung um den neuen MED CAMPUS einen hohen Stellenwert in der Planung und Umsetzung des Großprojekts ein. Künftig wird ein neuer, attraktiver Lebensraum um den MED CAMPUS entstehen. Dieses Ziel wird durch die Beibehaltung von ausreichendem Grünraum, die Einplanung von entsprechenden Fahr-, Fuß- und Fahrradwegen sowie durch die Anbinung an den öffentlichen Verkehr (geplante Straßenbahnverlängerung der Linie 7) in enger Kooperation mit der Stadt Graz und der Stmk. Krankenanstaltenges.m.b.H (KAGes) erreicht.

HINTERGRUND zum MED CAMPUS

Derziet sind sämtliche Nicht-Klinische Einrichtungen (Institute, Forschungsflächen) sowie ein Großteil der Verwaltungseinheiten der Medizinischen Universität Graz (MUG) getrennt von den Klinischen Einrichtungen (LKH-Univ.Klinikum Graz) im Bereich der Karl Franzens Universität Graz (KFUG) lokalisiert. Dort wiederum sind diese Bereiche aufgrund der historischen Entwicklung der MUG auf mehrere Einzelstandorte verstreut.

Weiters besteht bei einem Großteil der Gebäude im Nicht-Klinischen Bereich erheblicher Sanierungsbedarf. Anhand von detaillierten Untersuchungen und Vergleichsrechnungen wurde es vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst (bm:bwk) und der MUG im Jahr 2005 als vorteilhaft erkannt, anstatt einer Bestandssanierung einen Neubau MED CAMPUS im Nahebereich des LKH-Univ.Klinikums Graz zu forcieren. Diese Zukunftsentwicklung ist bei einem Flächenzuwachs an Forschungsflächen nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht die effizientere Lösung, sondern bedeutet auch für den wissenschaftlichen Output einen erheblichen Mehrwert.

Durch die Zusammenführung des MED CAMPUS in unmittelbarer Nähe zum LKH-Univ.Klinikum soll zudem die Interaktion zwischen Klinischem und Nicht-Klinischem Bereich der MUG nachhaltig gefördert werden.

Durch eine im Vorfeld stattgefundene Neuorganisation der Lehr- und Forschungsstrukturen innerhalb der MUG (neues Curriculum Humanmedizin und strukturelle Zentrenbildung) verfolgt die Medizinische Universität Graz durch die Neuerrichtung des MED CAMPUS das Ziel, einen wesentliche Fortschritt in den Kernbereichen Lehre und Forschung zu erreichen. Durch die nunmehr auch bauliche Vernetzung mit dem LKH-Univ.Klinikum Graz werden darüber hinaus Qualitätsverbesserungen in der universitären Patientenversorgung erzielt.

FACTs zum MED CAMPUS

Der MED CAMPUS wird für 840 MitarbeiterInnen der MUG einen neuen attraktiven Arbeitsplatz bieten.

Hinsichtlich der Seminar- und Hörsäle ist der MED CAMPUS für 1200 Studierende der Fächer Humanmedizin, Zahnmedizin und Pflegewissenschaften konzipiert.

Darüber hinaus werden alle 4300 Studierenden der MUG Infrastrukturen wie Mensa, Veranstaltungsraum, und Freiflächen am MED CAMPUS vorfinden.

Im ZWT werden 250 Arbeitsplätze entstehen.

Der Wettbewerb MED CAMPUS umfasst eine Nutzfläche von insgesamt rund 44.000 m² NF auf einer zu bebauenden Grundstücksgröße von 4,3 ha. Von dieser Nutzfläche sind rund 6.000 m² NF für das Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin (ZWT), rund 20.000 m² NF für die Umsetzung des ersten Moduls und rund 18.000 m² NF für die Errichtung des zweiten Moduls vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie hier .

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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