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Georg Blümel: "Wir sind voll arbeitsfähig"

02.04.2020

Bei Synthesa ist man derzeit in der Lage an allen Standorten zu produzieren - auch dank der frühzeitigen Umsetzung der Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter. Warum man seit 1. April trotzdem von der Corona-Kurzarbeitsregelung Gebrauch macht und warum es einen klaren Fahrplan zurück in die Normalität braucht, erklärt Synthesa-Chef Georg Blümel im Kurzinterview.

"Temporär produziert Synthesa aus den im Hause verfügbaren Rohstoffen sogar ein eigenes Desinfektionsmittel", zeigt sich Synthesa-Chef Georg Blümel stolz.

Wie ist aktuell die Stimmung bei Synthesa ?

Synthesa ist trotz der angespannten Corona-Lage bei sehr guter Verfassung und voll arbeitsfähig. Unsere Mitarbeiter zeigen enorme Flexibilität und tragen die Maßnahmen des Managements in großartiger, positiver Weise mit. So sind wir in der Lage, weiter an allen Standorten zu produzieren, alle Niederlassungen sind zur telefonischen Bestellannahme und Abholung geöffnet. Wir haben sehr frühzeitig mit der Umsetzung von Schutzmaßnahmen für unsere Mitarbeiter begonnen und glücklicherweise bislang auch noch keinen Corona-Fall im Unternehmen.

Und wie sieht dies bei Ihren Kunden aus?

Bei unseren Kunden ist die Anspannung natürlich spürbar. Aber wir bekommen viel positives Feedback zu der Zusammenarbeit in dieser schwierigen Zeit. Die einfachen und übersichtlichen Informationen auf unserer Homepage haben die Zugriffszahlen in die Höhe schnellen lassen.

Ist bei Ihnen ein Sinken der Nachfrage spürbar?

Natürlich sind auch bei uns die Umsätze zurückgegangen, da an vielen Baustellen schon seit mindestens 2 Wochen nicht mehr gearbeitet wird. Da wir immer in der Lage waren, unsere Produkte uneingeschränkt zu beliefern, kam bei den Gewerbebetriebe, die arbeiten können und wollen, aber sehr gut an.

Wie gehen Sie mit Covid-19 und den Sicherheitsbestimmungen um?

Unsere gesamte Art der Zusammenarbeit ändert sich: Die Verkaufsaktivitäten wurden so umgestellt, dass vielfach elektronisch bestellt wird, physische Kundenkontakte unterbleiben soweit möglich. Wir bleiben aber trotzdem mit unsere Kunden in gewohnter Weise telefonisch in Kontakt. Dort wo es möglich ist, arbeiten unsere Mitarbeiter von zu Hause aus. Damit ist für verbleibende Mitarbeiter im Büro auch der Sicherheitsabstand gewährleistet. Besprechungstermine werden über Telefon oder Videokonferenzen gehalten – das ist für viele von uns neu.

Natürlich wurde auch die Produktion den neuen Gegebenheiten angepasst. Zur Erhöhung der Sicherheit wird seit zwei Wochen in kleinen Teams mit abgetrennten Schichtzeiten und räumlicher Trennung gearbeitet. Zwischen den Schichten wird jeweils der Arbeitsplatz desinfiziert um der nächsten Schicht bestmöglichen Schutz zu garantieren.Temporär produziert Synthesa aus den im Hause verfügbaren Rohstoffen sogar ein eigenes Desinfektionsmittel. Eingesetzt wird es zum Schutz der Mitarbeiter bei der Arbeit. Aber auch die Einsatzkräfte regionale Feuerwehr und Polizei haben wir damit versorgt.

Wie zufrieden sind Sie mit den Entscheidungen der Bundesregierung bis jetzt und was erwarten Sie sich?

Die Bundesregierung hat bisher sehr kontrolliert und besonnen agiert. Die finanzielle Unterstützung der Unternehmen hilft auch unseren Kunden über die ersten Schwierigkeiten hinweg. Wir erwarten, dass die Regierung die Einschränkungen so lange aufrecht erhält wie erforderlich, jedoch so kurz wie möglich. Wir benötigen einen klaren Fahrplan zurück zur ggf. eingeschränkten Normalität. Die Gesundheit hat höchste Priorität. Ein zu spätes Zurücknehmen der Einschränkungen könnte jedoch nachhaltigen wirtschaftlichen Schaden bedeuten.

 

Autor/in:
Theresa Kopper
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