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Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel, Landesinnungsmeister Anton Rieder, Muhammed Palta (Zweitplatzierter), Sieger Marc Berndorfer, Bernhard Asen (Zweitplatzierter), Daniel Reisner (Zweitplatzierter), LH Günther Platter und Franz Fröschl (Fachverband der Bauindustrie).

Goldener, grüner Maurer

05.10.2015

In der Tiroler Bauakademie wurde drei Tage lang um den Titel des Bundesjungmaurers gekämpft. Der Sieg ging schließlich an den Steirer Marc Berndorfer.

Der stolze Sieger Marc Berndorfer.
Im praktischen Teil galt es, eine Mauer­ecke mit gezogenem Gesims, Sichtmauerwerk und Fenster­stock zu errichten.

Alljährlich stellt sich der Maurernachwuchs Österreich beim Bundesjungmaurerwettbewerb der Herausforderung, in kurzer Zeit das Gelernte sowohl theoretisch als auch praktisch unter Beweis zu stellen. Drei Tage lang wetteiferten die besten Jungmaurer in der Bauakademie Tirol in Innsbruck miteinander. In theoretischen Prüfungen wurde die Fachkompetenz der jungen Maurer abgeprüft, während im praktischen Teil eine Mauerecke mit gezogenem Gesims, Sichtmauerwerk und Fensterstock errichtet werden musste. Beobachtet wurden sie dabei von einer hochkarätigen Jury, die akribisch jeden Schritt verfolgte und durchgehend anerkennende Worte für die Qualität der abgelieferten Arbeiten fand sowie die Qualität der Ausbildung lobte.

Sprachlosigkeit und Freude

Nach Tagen, in denen die Teilnehmer die Kellen um die Wette schwangen, schöpften und schwitzten, stand das Ergebnis fest und brachte gleich eine handfeste Überraschung. Die Jury kürte nach ausgiebiger Prüfung den Steirer Marc Berndorfer (Karl Puchleitner Baugesellschaft m.b.H.) zum besten Maurer Österreichs, gefolgt von gleich drei Zweitplazierten. Der Niederösterreicher Daniel Reisner (Mayer GmbH) teilte sich mit dem Salzburger Bernhard Asen (Kranzinger Bau GmbH) sowie dem Vorarlberger Muhammed Palta (Vorarlberg, i+R Bau GmbH) das zweite Treppchen, und so sorgten die drei für ein volles Podium. „Es ist einfach unglaublich, das hätte ich nie erwartet“, konnte der Erstplatzierte Berndorfer sein Glück noch gar nicht fassen. „Wir haben zwei Wochen hart trainiert, und das Mauern lief auch gut, nur dachte ich, dass ich es beim Verputzen vergeigt habe.“ Dennoch habe er sein Bestes gegeben, und die Freude darüber, dass es für den Titel gereicht hat, lasse sich kaum in Worte fassen. „Ich muss mich auf alle Fälle bei meinem Ausbildner Gerald Rosenberger und meinem Betrieb bedanken, ohne deren Unterstützung wäre das alles nicht möglich gewesen“, so Berndorfer weiter. Auch dem Ausbildner Gerald Rosenberger stand die Freude ins Gesicht geschrieben. „Die beiden Burschen auf den Plätzen eins und fünf, das ist fantastisch“, stellte Rosenberger fest. „Sie sollen Tage wie diese genießen, sie haben perfekt abgeliefert. Ich bin einfach nur stolz.“

Ähnlich sprachlos zeigten sich auch die drei Zweitplatzierten, die ebenfalls um Worte rangen. Man habe auf alle Fälle das Beste gegeben und sei mit dem Ergebnis zufrieden. Die größte Herausforderung sei definitiv das Arbeiten unter hohem Zeitdruck gewesen, wodurch sich immer wieder kleinere Ungenauigkeiten eingeschlichen hätten.

Von Gästen...

Bei der festlichen Siegerehrung in der Bauakademie überreichten Tirols Landeshauptmann Günther Platter, Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel und der Tiroler Landesinnungsmeister Anton Rieder die Preise an Österreichs beste Jungmaurer. „Das Niveau der Arbeiten war wie zu erwarten hoch. Die jungen Maurer knüpften mit ihren Leistungen dort an, wo ihre Kollegen bei den World Skills vor wenigen Wochen aufhörten“, stellte Hans-Werner Frömmel fest, der die Freude über den Sieg seines steirischen Landsmannes nicht verbergen konnte. „Es ist jedes Jahr schön zu sehen, dass die Ausbildung in Österreich durchgehend auf hohem Niveau agiert.“ Doch Frömmels Lob galt nicht nur den Jungmaurern, sondern auch den Firmen, die dieses für die Veranstaltung freistellten, und den Gastgebern für die gelungene Veranstaltung.

...und Gastgebern

Der „Hausherr“ Anton Rieder zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung und den gezeigten Leistungen. „Es freut mich sehr, dass wir einen gelungenen Wettbewerb auf die Beine stellen und auch allen Teilnehmern etwas von unserer Tiroler Gemütlichkeit mitgeben konnten“, so der Landesinnungsmeister. „Wir wollen aber nicht nur die Fachkompetenz und das hohe Ausbildungsniveau in Österreich aufzeigen, sondern hoffen, dass solche Veranstaltungen auch als Motivationsantrieb für junge und engagierte Menschen dienen.“ Worte, denen der Tiroler Landeshauptmann ­Günther ­Platter nur beipflichten konnte. Weiters lobte dieser das triale Ausbildungssystem und gab den Lehrlingen noch einen guten Rat mit auf dem Weg. „Ich war auch einmal Lehrling, und wie man an mir sieht, kann aus einem Lehrling alles werden – sogar ein Landeshauptmann“, sagte Platter.

Erfreut über das Ergebnis und sichtlich stolz zeigten sich auch die Vertreter der steirischen Landesinnung, allen voran Landesinnungsmeister Alexander Pongratz, der es sich nicht nehmen ließ, als einer der Ersten dem Sieger zu gratulierten. 

Ergebnis 2015

1. Marc Berndorfer (K. Puchleitner BaugesmbH, Stmk.)

2. Daniel Reisner (Mayer GmbH, NÖ)

    Bernhard Asen (Kranzinger Bau GmbH, Sbg.)

    Muhammed Palta (i + R Bau, Vlbg.)

5. Josef Schneeflock (Bretterklieber H. u. Tiefbau, Stmk.)

6. Thomas Winkler-Maier (Oitner Bau GesmbH, Sbg.)

7. Manuel Schwentner (Simader BM u. ZM, OÖ)

8. Simon Schicklgruber (E. Winter BaugesmbH, OÖ)

9. Patrick Gruber (Stadt-BM Josef Willroider, Ktn.)

10. Marcel Fuxsteiner (Porr, NÖ)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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