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Klaus Schierhackl, Vorstandsdirektor der Asfinag, Infrastrukturminister Norbert Hofer und Karin Zipperer, Vorstandsdirektorin der Asfinag (v.l.) präsentierten das Investitionsprogramm für 2018.

Großinvestition

13.02.2018

Die Asfinag investiert 2018 mehr als eine Milliarde Euro in Auto- und Schnellbahnen. 

Insgesamt 1,1 Milliarden Euro investiert die Asfinag 2018 in die österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen. Rund 500 Millionen fließen davon in den Neubau von Strecken und zweiten Tunnelröhren, ebenfalls 500 Millionen gehen in die Erneuerung bestehender Straßen und Tunnel. Für die Mautinfrastruktur oder Datenleitungen sind etwa 100 Millionen Euro reserviert. Auch die Erneuerung bzw. die Errichtung zweiter Röhren bei bereits bestehenden Tunnel steht am Plan, 280 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. "Die Asfinag hat für das neue Jahr ein ehrgeiziges Investitionsprogramm vorgelegt. Mit einer Gesamtinvestition von einer Milliarde Euro in die hochrangige Straßeninfrastruktur werden bis zu 10.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert“, sagte Infrastrukturminister Norbert Hofer im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien.

Die großen Neubauvorhaben 2018

Der neuer „Hot Spot“ in puncto Straßenbau ist heuer Linz. Die stark befahrene Voestbrücke an der A 7 Mühlkreis Autobahn bekommt bis 2020 zwei zusätzliche Brücken („Bypässe“) und wird seit Jahresbeginn auf acht Fahrspuren ausgebaut.  Die Asfinag investiert 168 Millionen Euro in mehr Kapazitäten bei der überlasteten Donauquerung.   
Im April 2018 wird zudem die neue Umfahrung Drasenhofen in Angriff genommen. Die fünf Kilometer lange Verlängerung der A 5 Nord Autobahn in Richtung Tschechien wird etwa 1.800 Lkw pro Tag aus den Ortschaften abziehen. Ganz nach Plan verlaufen seit Sommer weiter westlich im Weinviertel die Arbeiten an der neuen S 3 Weinviertler Schnellstraße von Hollabrunn bis Guntersdorf.  Im Frühjahr beginnen die Arbeiten in den beiden Abschnitten Hollabrunn bis Suttenbrunn und Suttenbrunn bis Guntersdorf. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 182 Millionen Euro. 
Im Dezember 2017 hat die Asfinag den Neubau der S 7 Fürstenfelder Schnellstraße von Riegersdorf bis Dobersdorf gestartet, erste laufende Maßnahme ist die Errichtung der Baustraße. Drei große Abschnitte werden heuer in Angriff genommen, der Knoten Riegersdorf, die Brücken über Lafnitz und Lahnbach sowie der Tunnel Rudersdorf. 488 Millionen Euro werden in die knapp 15 neuen Kilometer investiert. Ziel ist es, die mehr als 10.000 Menschen in den Gemeinden zu entlasten. 

Fokus Tunnelbau

Neben der Verkehrsentlastung will sich die Asfinag in diesem Jahr auch auf die Tunnelsicherheit konzentrieren. So wird nach der Verkehrsfreigabe der neuen Röhre, nun die alte Röhre des steirischen A 9 Gleinalmtunnel generalsaniert. Mit der Freigabe 2019 ist damit der letzte Gegenverkehrsbereich an der gesamten Phyrnachse beseitigt. 
Daneben ist für Juni 2018 auch der Bau der zweiten Tunnelröhre des Karawankentunnel an der gleichnamigen A 11 in Kärnten geplant. Bereits 2015 wurde dafür die Zulaufstrecke zum Tunnelportal inklusive einer Brücke errichtet. 
An der A 9 Pyhrn Autobahn bei Klaus in Oberösterreich gibt die Asfinag nach mehr als fünf Jahren Baustelle Ende 2018 vier Tunnel mit einer Gesamtlänge von 6,4 Kilometern im Vollausbau für den Verkehr frei. Nach dem Bau neuer Röhren und der Erneuerung der alten Röhren für Spering-, Falkenstein-, Klauser und Traunfried-Tunnel ist die Pyhrnstrecke im Bundesland durchgehend zweiröhrig ausgebaut.
Ebenfalls zweiröhrig wird der Tiroler Perjentunel an der S 16 Arlberg Schnellstraße. Ende 2018 ist die Freigabe der neuen Röhre vorgesehen – ein Jahr später wird die Gesamtverkehrsfreigabe des drei Kilometer langen Tunnels erfolgen. 
Das Investitionsvolumen für die Vorhaben im Bereich Tunnelnbau werden insgesamt 569 Millionen Euro betragen. 
Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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