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Halbjahresbilanz: Sechs Prozent Umsatzplus bei bauMax

05.08.2011

Ein Umsatzplus von sechs Prozent auf insgesamt 730 Millionen Euro hat die Bauhandelskette bauMax im ersten Halbjahr 2011 verzeichnet. Das erklärte Vorstandschef Martin Essl in Innsbruck. In Österreich habe man bisher 323 Millionen Euro erwirtschaftet. Dies entspreche einem Plus von drei Prozent.

Die Bauhandelskette bauMax ist neben dem Heimatmarkt Österreich in acht weiteren, vor allem osteuropäischen Ländern aktiv. Der Vorstandschef führte die Zuwächse auf eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens in den vergangenen zwei Jahren zurück. Man wolle sich weiter zu einer "günstigen Alternative zum Fachhandel" entwickeln.

Für das gesamte Jahr 2011 rechnet Essl mit einem Umsatzergebnis von mindestens 1,6 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr wies das Unternehmen einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro auf. "Wir sind kein reiner Baumarkt mehr, sondern entwickeln uns immer mehr zum Baufachmarkt", sagte Essl, dessen Vater das Unternehmen im Jahr 1976 in Klosterneuburg gegründet hatte.

Die "Machenlasser" im Visier

Man habe bereits in der jüngeren Vergangenheit mit Erfolg verstärkt Nicht-Handwerker, sogenannte "Machenlasser" und Gewerbetreibende angesprochen. Künftig werde man das Warensortiment noch mehr in Richtung Fachhandelsqualität ausbauen, kündigte der Vorstandsvorsitzende an: "Wir wollen aus dem engen Korsett der Baumarktszene ausbrechen."

Weitere Schwerpunkte habe man in den vergangenen Jahren im Bereich Preise und Service gesetzt. "Billig und viel führt auch zum Ziel", beschrieb Essl die Unternehmensphilosophie. Preis-Checker würden ständig nach den niedrigsten Preisen suchen. Im Service habe man 240 zusätzliche Fachberater aufgenommen und operiere zudem mit 80 mobilen Projektberatern auf den Baustellen. Derzeit suche man weitere 100 Projekt- und Fachberater, sagte Essl.

Keine neuen Standorte in Österreich geplant

In Österreich seien zur Zeit keine neuen bauMax-Standorte geplant. "Dafür errichten wir pro Jahr rund acht neue Märkte im Ausland", erklärte Essl. Noch heuer soll beispielsweise die Zahl der Filialen in der Türkei auf fünf erhöht werden.

bauMax betreibt derzeit 153 Bauzentren in neun Ländern - 67 davon in Österreich, 24 in Tschechien, jeweils 15 in der Slowakei und in Ungarn, 14 in Rumänien, sieben in Kroatien, fünf in Bulgarien sowie jeweils drei in Slowenien und der Türkei. Derzeit beschäftigt bauMax rund 11.000 Mitarbeiter, davon 3.700 in Österreich. (apa, pm)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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