Direkt zum Inhalt

Haselsteiners Privatbahn will auch Busverbindungen anbieten

15.09.2011

In knapp drei Monaten soll die neue Privatbahn des Strabag-Chefs Hans Peter Haselsteiner den ÖBB auf der lukrativen Weststrecke Konkurrenz machen - doch damit nicht genug: Die "Westbahn" will auch Busverbindungen anbieten.

Die private Bahngesellschaft Westbahn, die in 89 Tagen Wien und Salzburg verbinden will, wird auch fünf Busverbindungen zu ihren tragenden Haltestellen in Wien, Linz und Graz einrichten, ab 2012 soll eine sechste Verbindung dazu kommen, gab die Gesellschaft am bekannt.

"Wir haben immer gesagt, Wien-Salzburg kann nur der Anfang sein", sagte Westbahn-Hauptaktionär Hans-Peter Haselsteiner in Wien. Von weiteren Bahnstrecken ist derzeit noch nicht die Rede.

Details zu den Verbindungen

Die Westbahn will ab 11. Dezember auf der Strecke zwischen Wien und Salzburg bis zu 18 Mal täglich den ÖBB Konkurrenz machen. Die am Mittwoch angekündigten Buslinien sind: Wien-Klagenfurt, Graz-Linz, Salzburg - Flughafen München, Linz-Prag und Klagenfurt-Salzburg.

Sie werden zweimal am Tag gefahren, die Verbindung Salzburg-München viermal. Durchgeführt wird das von der Westbus, einem Joint venture mit dem Busunternehmen Blaguss, das dafür 10 Busse angeschafft hat. Ab 2012 soll die Strecke Graz-Salzburg dazukommen.

Die Startvorbereitungen für die Westbahn laufen plangemäß, der Start kann pünktlich erfolgen, sagte Westbahn-Chef Stefan Wehinger. Derzeit sind bereits drei Zuggarnituren im Testbetrieb unterwegs.

Franzosen steigen ein

An der Westbahn, bei der vor wenigen Wochen die französischen Staatsbahn SNCF mit 26 Prozent eingestiegen ist, halten Haselsteiner und Wehinger ebenfalls jeweils 26 Prozent, die restlichen 22 Prozent gehören dem Schweizer Finanzinvestor Augusta Holding.

Haselsteiner erklärte sich entschlossen, auch bei künftigen Kapitalerhöhungen die österreichische Mehrheit erhalten zu wollen. Die Franzosen seien von sich aus an die Österreicher herangetreten und die Westbahn selbst hoffe, von den Erfahrungen des großen Partners profitieren können.

Haselsteiner: Von den ÖBB "fair" behandelt

Bisher hätten die Behörden den Konkurrenten der staatlichen ÖBB fair behandelt, "und ich bin optimistisch, dass man uns auch künftig kein Haxl stellen will". Die Nagelprobe seien die Trassenverhandlungen gewesen. Diese habe die Westbahn erfolgreich abschließen können,  "ohne dass wir künftig in der Pampa oder auch in Amstetten neun Minuten stehen bleiben müssen".

Unterdessen überlegt Teilhaber Wehinger, früher selbst ÖBB-Personenverkehrsvorstand, gegen die Erhöhung des Schienenbenützungsentgelts IBE "genau zum Startzeitpunkt eines Mitbewerbers" auf Benachteiligung im Wettbewerb zu klagen. Die Erhöhung werde die Westbahn 1,5 Millionen Euro kosten, die ÖBB auf Basis eines Grundlagenvertrags mit dem Staat, nämlich des "GWL-Vertrags", ungleich weniger. (apa, pm)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

News
28.01.2014

Ein Wolkenkratzer mit einer Höhe von über einem Kilometer soll in Saudi-Arabien entstehen. Die komplette Schalungslösung dafür kommt aus Amstetten.

News
11.12.2013

Mit Beginn des Jahres 2014 übernimmt die Würth-Hochenburger GmbH den Teilbereich "Bauprodukte" der Fa. Nägelebau GmbH.

News
11.12.2013

Teckentrup bietet im Bereich Türen und Tore Lösungen für alle Größen an. Nun will das Unternehmen mit einer Niederlassung seine Aktivitäten in Österreich verstärken.

News
27.11.2013

Die Firmengruppe Eder bietet auch kommendes Jahr wieder ein umfassendes Schulungsprogramm für Baumeister und Planer an. Das Thema des Expertenforums 2013/14 lautet „Massivhäuser richtig planen und ...

News
27.11.2013

Für die Errichtung und Gestaltung des Dorfplatzes in Wopfing erhielt Baumit Wopfinger den Anerkennungspreis "Maecenas Niederösterreich". Der Preis wird jedes Jahr für außergewöhnliche ...

Werbung