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Historisch niedriger Inflationswert

12.02.2010

Nach Berechnungen der Statistik Austria betrug die Inflationsrate für Dezember 2009 im Jahresabstand ein Prozent und erreichte mit diesem Anstieg etwa das Niveau des ersten Quartals 2009.

Hauptverantwortlich dafür waren die Ausgaben für das Wohnen sowie die Treibstoffpreise, deren Jahresveränderungsraten trotz aktuell leicht fallender Preistendenz um zehn Prozent über dem Dezemberniveau des Vorjahres lagen. Insgesamt erhöhten sie die Inflation um 0,35 Prozentpunkte.

Der Indexstand des Verbraucherpreisindex (VPI) für den Monat Dezember 2009 betrug 108,2. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für den Monat Dezember 2009 stieg im Jahresvergleich um 1,1 Prozent, der Indexstand des HVPI lag im Dezember bei 108,57. Hauptpreistreiber im Jahresabstand (plus 0,45 Prozentpunkte) war die Ausgabengruppe „Wohnung, Wasser und Energie“. Dafür verantwortlich sind zum einen die höheren Mieten (plus 5,8 Prozent), zum anderen die Verteuerungen bei der Instandhaltung von Wohnungen (durchschnittlich plus 3,8 Prozent). Die Ausgaben für Haushaltsenergie sanken insgesamt um 0,8 Prozent.

Sinkende Treibstoffpreise
Die Inflation im Jahr 2009 betrug durchschnittlich 05 Prozent. Das bedeutet einen Tiefststand seit 1953. Hauptsächlich dafür verantwortlich ist die Entwicklung der Treibstoff- und Heizölpreise, die in den ersten elf Monaten 2009 deutlich unter dem Vorjahresniveau lagen. Die Inflationsrate des harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI betrug 2009 0,4 Prozent. Damit lag der HVPI um 0,1 Prozentpunkte unter der nationalen Inflationsrate. Verantwortlich für den im Vergleich zum VPI verminderten HVPI waren zwei Effekte. Zum einen die überdurchschnittlichen Verteuerungen beim eigentümergenutzten Wohnen, zum anderen die Versicherungen.

Als dauerhafter Preistreiber des Jahres 2009 mit 1,8 Prozent (plus 0,35 Prozentpunkte) zeigte sich vor allem die Ausgabengruppe „Wohnen, Wasser und Energie“. Teilweise konnten die Preissteigerungen bei Materialien zur Wohnungsinstandhaltung (plus sechs Prozent) von den starken Preisrückgängen bei Heizöl (minus 29 Prozent) kompensiert werden. Preissteigerungen um plus 10,8 Prozent zum Vorjahr bei Zement und plus 4,6 Prozent bei Wohnungsmieten stehen Preisrückgängen von minus 10,2 Prozent bei Kosten für Eigentumswohnungen und minus drei Prozent bei Betriebskosten für Eigentumswohnungen gegenüber.

Red.: Diana Danbauer

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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