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Hoch hinaus mit Holz

31.07.2014

Holzbau




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© Runser/Prantl architekten und Rupert Steiner


Hoch hinaus mit Holz

In Bayern entsteht derzeit ein Holzbauprojekt der Superlative. Das aufsehenerregende Gebäude, das auf 70 Hektar eines ehemaligen US-Militärstützpunkts in der Nähe von Rosenheim entsteht, wird nach Fertigstellung ein achtgeschoßiger Massivholzbau von knapp 25 Meter Höhe sein. proHolz Salzburg, Holzcluster Salzburg und Initiative Architektur organisierten eine Baustellenbesichtigung in der Rohbauphase.

Geplant wurde das künftige Büro- und Wohnhaus von Schankula Architekten aus München, für den Holzbau verantwortlich zeichnet Huber & Sohn GmbH aus Bachmehring. Das Besondere an dem Gebäude ist, dass die gesamte Tragkonstruktion aus Holz besteht. Ausschließlich der Treppenhauskern wird aus Brandschutzgründen in Beton ausgeführt. Ebenfalls aus Brandschutzgründen muss in den ersten sieben Geschoßen das Holz größtenteils mit Gipsplatten verkleidet werden. Im achten Geschoß ist ein „Penthouse" vorgesehen, in dem die Holzoberfläche allerdings sichtbar bleibt.

Vor allem durch den hohen Vorfertigungsgrad der Wand- und Deckenelemente kann eine sehr kurze Bauzeit von nur zwei Tagen pro Geschoß erzielt werden. Anhand dieses Referenzbaus soll Holzbau-Know-how am höchsten Stand der Technik zur Anwendung kommen. Stolz zeigten die Bauherren und das Holzbauunternehmen den interessierten Architekten und Holzbaumeistern das Projekt in der Rohbauphase.

„Das Nutzungskonzept des Gebäudes sieht vor, dass in den unteren beiden Stockwerken Büros eingerichtet werden. Darüber werden Wohnungen von 40 bis 90 Quadratmetern errichtet, und das oberste Geschoß mit weitem Um- und Ausblick dient als Penthouse", erläutert Projektleiter Jens Eitner von B&O Wohnungswirtschaft. Johann Peteratzinger, Fertigungsleiter der ausführenden Holzbaufirma Huber & Sohn, ergänzt: „Die Vorteile der Holzbauweise werden in Zukunft den Baustoff Holz auch für den Geschoßwohnbau im Stadtbereich etablieren. Es werden zudem bei dem achtgeschoßigen Gebäude rund 500 Kubikmeter Holz verbaut und damit circa 500 Tonnen Kohlendioxid für lange Zeit gebunden."

Das bestätigt auch Otmar Bachler von proHolz Salzburg und betont die Vorteile des Holzbaus generell: „Wenn wir es schaffen, den Holzbauanteil im Wohnbau in Österreich auf 25 Prozent zu steigern, könnten wir jährlich rund 500.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Derzeit sind sechs Prozent der rund 10.000 neugebauten Wohnungen in Österreich in Holzbau ausgeführt."

 
Diana Danbauer



Bautafel

Planung
Schankula Architekten
München

 

Tragwerksplanung, Brandschutz, Bauphysik
bauart Konstruktions GmbH & CoKG

München

 

Bauphysik
ift Schallschutzzentrum
Rosenheim

 

Realisierung
B&O Wohnungswirtschaft GmbH
Chemnitz

 

Holzbau
Huber & Sohn GmbH & Co. KG
Bachmehring

 

Gebäudetechnik
B&O Gebäudetechnik GmbH & Co. KG

Berlin


Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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