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Höhere Schwellen bei Vergaben verlängert

18.11.2010

In Österreich wird die Vergabe bestimmter öffentlicher Aufträge an Unternehmen auch 2011 rascher und unkomplizierter erfolgen können. Bundeskanzler Werner Faymann hat die im Mai 2009 befristet erhöhten Schwellenwerte um ein Jahr bis Ende 2011 verlängert.

Dadurch sollen Aufträge bis zu 100.000 Euro (ehemals 40.000 bzw. 60.000 Euro) auch weiterhin ohne Ausschreibung erfolgen, bei Bauaufträgen im sogenannten "nicht offenen Verfahren" bis zu einer Million Euro (früher 120.000 Euro), teilte das Bundeskanzleramt mit.
Die Schwellenverordnung wurde an die Bundesländer geschickt, die der Verordnung noch zustimmen müssen.

Die Schwellenwerte wurden während der Wirtschaftskrise erhöht, um öffentliche Aufträge vor allem aus dem kommunalen Bereich leichter an die mittelständische Wirtschaft vergeben zu können. Die EU-Kommission hat bisher eine Einschätzung der derzeit geltenden Schwellenwert in Österreich trotz Urgenzen nicht vorgenommen.

"Die Verlängerung der Schwellenwerteverordnung ist ein unschätzbarer Vorteil für regional tätige Handwerks- und Gewerbebetriebe. Und das unter gesichertem Wettbewerb, " stellt Josef Herk, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, fest. "Das dabei die Verwaltungskosten gesenkt werden, ist ein erster positiver Effekt, kostendeckende Preise ein zweiter. Eine regionale Beschaffung bringt Vorteile durch die verkürzten Transportwege für Güter und Servicierung und auch Pendler legen kürzere Wegstrecken zurück", fügt Herk hinzu.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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