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„Housing for all“

20.05.2019

Damit leistbares Wohnen in den Städten Europas wieder möglich wird, müssen sich einige Dinge ändern: So brauchen Bund, Länder und Gemeinden für ihre Infrastrukturinvestitionen rund um den geförderten Wohnbau mehr Spielraum. Derzeit scheitert ein Mehr an gefördertem Wohnbau in Wien oft daran, dass die Stadt für jedes größere Wohnbauprojekt auch die entsprechenden Straßen, Öffi-Anbindungen, Gas-Wasser- und Stromleitungen, Kindergärten sowie Schulen finanzieren muss. Diese kommen oft nicht zustande, weil sich die Stadt Wien an die Maas­tricht-Kriterien bei der Aufnahme von Krediten halten muss. Daher brauchte es eine goldene Investitionsregel, die die Maastrichtgrenzen bei der Kreditaufnahme für Zukunftsinvestitionen in die städtische Infrastruktur lockert. Und auch die Grenzen für Kurzzeitvermietungen müssen enger werden, damit es nicht zu massiven Verwerfungen auf dem Wohnungsmarkt kommt. Neben einer Genehmigungspflicht für Kurzzeitvermietungen und eine verbindliche Registrierung von Vermietern braucht es auch eine regelmäßige Überprüfung der Wohnzonen, in denen Kurzzeitvermietungen ausgeschlossen sind.

Autor/in:
Renate Anderl

Präsidentin der Wirtschaftskammer

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