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Immobilienmarkt Wien - Mit hochwertigen Projekten zum Erfolg

08.11.2006

„Tiefer geht es nicht mehr“ – lautet die prägnante Einschätzung von Thomas Jakoubek, WED-Vorstand und BAI-Geschäftsführer, zur Preissituation auf dem Wiener Immobilienmarkt. Ausgehend von diesem niedrigen Niveau mit Mietpreisen von teilweise neun Euro pro Quadratmeter Bürofläche erwartet Jakoubek eine Trendwende hin zu qualitativ hochwertigen Büroimmobilien und steigenden Mietpreisen.

Nach Einschätzung von Immobilienexperten geht die Sparmentalität auf dem Wiener Markt ihrem Ende zu. Erste Anzeichen für eine steigende Nachfrage nach Qualitätsobjekten gibt Hoffnung, dass das Preisniveau ansteigen wird. Ein Plus von ein bis zwei Euro pro Quadratmeter wird als realistisch bewertet. Der aktuelle Nachfrageüberschuss und die hinterherhinkende Produktion von Büroflächen werden das ihre zu einer Preissteigerung beitragen.

Neue Maklergesellschaft

Nachdem sich das internationale Maklerunternehmen Jones Lang Lasalle vom Wiener Markt verabschiedet hat, ist eine deutliche Konzentration an Vermarktungsgesellschaften spürbar. Die Bauträgergesellschaft der Wienholding hat auf diese Marktverdichtung reagiert und schickt mit der bareal Immobilientreuhand (BAR) ein neues Maklerunternehmen ins Rennen. Mit Martin Zöchling hat sich Jakoubek einen branchenerfahrenen Experten als Geschäftsführer für das neu gegründete Maklerunternehmen ins Boot geholt. Zuletzt zeichnete Zöchling für die Vermarktung und Koordination von jährlich 60.000 Quadratmeter Büro- und Wohnfläche bei der Karl-Wlaschek Privatstiftung verantwortlich. Bar hat dank der Muttergesellschaft Wienholding und der konzerninternen Bauträgergesellschaft BAI einen Blitzstart hingelegt. Bereits zwei Monate nach Markteintritt hat der Neueinsteiger über eine Million Quadratmeter im Portfolio. Die Wienholding verfolgt mit ihrer neuen Maklergesellschaft ambitionierte Ziele. Mittelfristig sollen bis zu 400.000 Quadratmeter an den Mann gebracht werden. In Zukunft sollen auch Objekte institutioneller Investoren erfolgreich verwertet werden. Die Konzentration auf den Wiener Markt sieht Zöchling als Vorteil: „Die Orientierung der anderen Maklergesellschaften in Richtung Zentral- und Osteuropa schafft neue Marktpotenziale in Wien.“ Zu den Leitobjekten von BAR zählen mit den von Dominique Perrault geplanten DC Towers und der Überbauung des Bahnhofs Wien Mitte von Henke und Schreieck zwei der spektakulärsten Hochbauten der Bundeshauptstadt. Dem Baubeginn für die großvolumige Überbauung steht nach der Einigung mit den Mietern nichts mehr im Weg. „Die Baubewilligung wird voraussichtlich bereits im Jänner erteilt werden. Der Auszug der Mieter wird gestaffelt im Zeitraum zwischen Dezember und Februar erfolgen“, gibt Jakoubek die Marschrichtung für das innerstädtische Großprojekt vor. Die Fertigstellung der rund 350 Millionen Euro teuren Überbauung des Bahnhofsareals soll bis spätestens 2010 erfolgen. Die Nachfrage nach Büroflächen ist bereits vor Baubeginn sehr hoch. „Uns liegen Mietanfragen für 40.000 bis 45.000 Quadratmeter vor. Vor allem internationale Konzerne, die bereits in Wien ansässig sind, zeigen großes Interesse“, zeigt sich Zöchling zufrieden.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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