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Die Baumit-Geschäftsführer Wilhelm Struber und Stephan Giesbergen (v.l.) freuen sich über die Halbierung des Stromverbrauchs durch den „Ecopulser“.

Innovation spart Strom

11.12.2017

Mit „Ecopulser“ halbiert Baumit in Bad Ischl mittels Schallstoßwellen den Stromverbrauch bei der Rohstoffaufbereitung

Jedes Jahr werden bei Baumit am Standort Bad Ischl ca. 30.000 Tonnen Kalk vermahlen, der als wichtiger Bestandteil für hochwertige Fassadenputze verwendet wird und als Innenraum-Beschichtung für ein gesundes Raumklima sorgt. Bisher erfolgte die Mahlung mit einer Walzenschüsselmühle, die mit Baujahr 1944 schon in die Jahre gekommen war. Auf der Suche nach einer Energie sparenden Alternative entschied man sich für den „Ecopulser“, hergestellt von der Firma Krause.

„Nach einer ausführlichen Testphase“ setze man den „Ecopulser“ nun im Vollbetrieb ein und übertreffe damit alle Erwartungen, sagt Stephan Giesbergen, technischer Geschäftsführer bei Baumit. Gegenüber der Altanlage konnte man den Stromverbrauch im Betrieb halbieren. Co-Geschäftsführer Wilhelm Struber ergänzt: „Wir bemühen uns seit Jahren bei allen Investitionen nach Klima- und Umweltschutz-Aspekten zu entscheiden – eine Verpflichtung, wenn man so wie wir mit einem Produktionsstandort für Fassaden, Putze und Estriche in einer Fremdenverkehrsregion zu Hause ist.“

Druckwellen statt Walzen

Das Funktionsprinzip des „Ecopulser“ sei „denkbar einfach“: Zwei Rotoren drehen sich gegenläufig mit sehr hoher Geschwindigkeit. Sie sind mit Formkörpern ausgestattet, die die anströmende Luft in definierte Turbulenzen - sogenannte Schallstoßwellen - versetzen. Die Überlagerung dieser Schallstoßwellen führe zur Zerkleinerung des zugeführten Materials. „Wir wollten von Anfang an eine zukunftsweisende Lösung, die zumindest 30 Prozent an Strom einspart. Der Langzeittest hat jetzt sogar eine Halbierung des Stromverbrauchs auf 300.000 KWh gebracht. Damit sparen wir uns pro Jahr den Strom von 70 Haushalten", freut sich Giesbergen. Insofern seien die eine Million Euro „eine gute Investition in die nachhaltige Weiterentwicklung des Standorts Bad Ischl," ergänzt Struber.

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