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Innovationen in der Baubranche forcieren

02.11.2005

Der international tätige Zementhersteller Holcim macht sich auf die Suche nach Antworten auf technologische, ökologische, sozioökonomische und kulturelle Fragen rund um das nachhaltige Bauen. Die Holcim foundation zeichnet realitätsnahe und innovative Projekte aus. Vor wenigen Wochen fand im Beisein von an die 400 Gästen ein Riesenevent in Genf statt, bei dem der erste Holcim Award verliehen wurde. Ab sofort wird alle drei Jahre der Award stattfinden. Um international wettbewerbsfähig zu sein, aber auch bleiben zu können – immer in Berücksichtigung der aktuellen Umweltstandards – forciert das Schweizer Zementunternehmen den Einsatz innovativer Baumaterialien wie auch den ressourcenschonenden Umgang mit Baustoffen.
Nachhaltigkeit ist das oberste Kriterium für die Auswahl der Projekte. Die prämierten Innovationen sind zum Teil noch fern von der Umsetzung – doch Holcim „hilft“ bei der Investorensuche. Die ausgezeichneten Projekte werden weltweit präsentiert. Die Preisträger lieferten Projekte ab, die Visionen der Zukunft zeigen, die vielleicht auch neue Wege im Bauen eröffnen. Der Preis ist zugleich als wichtiges Signal für die Wirtschaft zu sehen, der das Interesse für Nachhaltigkeit forcieren soll. „Die Holcim Foundation for Sustainable Construction fördert innovative Ansätze im Bereich des nachhaltigen Bauens, hauptsächlich mittels Wettbewerben und einem Forum. Das Ziel der Foundation besteht darin, nachhaltige Antworten auf technologische, ökologische, sozio-ökonomische und kulturelle Fragen zu finden, welche sowohl regional als auch global für das Bauen von Bedeutung sind. Dies erfordert ein Umdenken in der Baubranche, damit ein stabiles Fundament für eine wirklich nachhaltige Umwelt geschaffen werden kann“, erklärt Markus Akermann, CEO Holcim, Schweiz.

Gold, Silber & Bronze
Die Ansprüche an Wohnraum und Infrastruktur müssen sorgfältig eruiert werden, um den künftigen Generationen die Möglichkeiten zur eigenen Entwicklung und Entfaltung offen zu lassen. Nachhaltiges Bauen ist dabei ein Weg, heutigen und zukünftigen Bedürfnissen gerecht zu werden. Im Kern entspricht diese Aussage der Definition des United Nations Environment Programme (UNEP) von nachhaltigem Bauen als „Weg für die Baubranche hin zu nachhaltiger Entwicklung unter Berücksichtigung ökologischer, sozioökonomischer und kultureller Fragestellungen. Hierbei geht es im Besonderen um Aspekte von Gebäudeplanung und -management, Material- und Gebäudeleistung sowie Energie- und Ressourcenverbrauch. Dies muss im größeren Kontext von Stadtentwicklung und Stadtmanagement verstanden werden“.
Nachhaltiges Bauen erfordert Denkweisen, die über die Methoden der exakten Wissenschaft hinausgehen. Nur durch die Verbindung von Erfahrungen, die über Jahrhunderte hinweg in Architektur, Technik und Bau gesammelt wurden, und mit der Entwicklung innovativer Ansätze, kann den Bedürfnissen kommender Generationen Rechnung getragen werden.
Innerhalb von fünf Monaten wurden mehr als 1500 Projekte aus 118 Ländern eingereicht. Sie wurden von regionalen Jurys unter dem Vorsitz der Partneruniversitäten beurteilt. Die Juroren sind ausgewiesene Spezialisten für nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft, Bauprozesse, Werkstoffe und Bauprojekte. Als Technisches Kompetenzzentrum koordinierte die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH Zürich) dabei die Zusammenarbeit zwischen den Partneruniversitäten und den Jurys.

Gisela Gary

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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