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Innovationen fördern

12.11.2010

Ohne Innovationen droht dem Bau Stillstand, sie sind ein wichtiger Motor für die Wirtschaft. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen finden zum Thema Forschung und Entwicklung Unterstützung.

Mit 1.200 Forschungsprojekten jährlich und 9.000 Kunden ist die Austrian Cooperative Research (ACR) ein wichtiger Partner für die österreichischen Unternehmen, die den Schritt in Richtung eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeit wagen. Dabei versteht sich die ACR selbst vor allem den KMUs verpflichtet. „Kleine- und mittlere Unternehmen kämpfen in Innovations- und Entwicklungsfragen immer noch mit fehlendem Zugang zu Forschungsinstituten und Förderungen“, weiß Johann Jäger, Geschäftsführer der ACR. Um aber auch den KMUs Unterstützung für Innovationen zu bieten, begleitet die ACR Unternehmen bei der Umsetzung von Projekten. Das Spektrum reicht von der Vermittlung von außeruniversitären und universitären Forschungspartnern über Förderberatung bis zum Aufbau kollektiver Forschungsprojekte, wobei der Fokus primär auf der angewandten Forschung liegt.

Unterstützung für KMUs
„Die Weiterentwicklung von Produkten bleibt häufig aus Zeitgründen auf der Strecke. Wir helfen den Unternehmen mit optimiertem Projektmanagement und eindeutigen Empfehlungen, wie Innovationsprojekte aufzusetzen sind“, so Jäger.
Der Erfolg zeigt sich in jedem einzelnen Projekt, das gemeinsam realisiert werden konnte und der gesamten Wirtschaft zugutekommt. Um besondere Innovationen gebührend zu positionieren, vergab die ACR auch heuer wieder die Kooperationspreise an herausragende Unternehmen. Die Auszeichnung wurde heuer bereits zum fünften Mal gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium verliehen. Zudem wurde heuer erstmals der ACR-Woman-Award als Anerkennung für eine Nachwuchswissenschaftlerin in Technik und Naturwissenschaft vergeben. „Ohne Innovationen steht unsere Wirtschaft still“, betont Martin Leitl, Präsident der ACR. „Die Produkte und Verfahren, die aus der erfolgreichen Zusammenarbeit von Forschung und KMUs hervorgegangen sind, sichern die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich“, ist Leitl überzeugt.

Gemeinsam mit dem ACR-Institut Holzforschung Austria (HFA) entwickelte die Kärntner Firma Ing. E. Roth GmbH Holzbauwerke das rodo.system. Dieses Decken-Wand-Dach-System dämmt nicht nur, sondern minimiert auch den Verschnitt an Brettsperrholz. Ebenfalls einen Kooperationspreis 2010 wurde an die Ebes AG European Bio Energy Services und das Österreichische Forschungsinstitut für Chemie und Technik (ofi) für die Entwicklung einer neuen Pelletsgeneration vergeben. Die aus unterschiedlichen pflanzlichen Materialen hergestellten ACB-Pellets verfügen über eine wesentlich höhere Energiedichte als Holzpellets, können im Freien gelagert und aufgrund ihrer kohleähnlichen Eigenschaften direkt als Kohlesubstitut in Kraftwerken eingesetzt werden. Auch die Bauwirtschaft konnte bei der Jury punkten, und so gewann das steirische Unternehmen H. Junger Bauges.m.b.H. gemeinsam mit dem Forschungsinstitut der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (Vözfi) einen ACR Kooperationspreis für eine robuste Tunnelauskleidung mit geschliffenem, weißem Mörtel. Das neuentwickelte Produkt und das dazugehörige Verfahren sparen Arbeitsschritte und reduzieren den Reinigungsaufwand – was eine wesentliche Verlängerung der Sanierungsintervalle zur Folge hat.

Der ACR-Woman Award wurde gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend an die Physikerin Nadejda B. Matsko vergeben. Matsko ist am Zentrum für Elektronenmikroskopie in Graz (ZFE) tätig und erhält den Preis für die Entwicklung eines neuen Instrumentariums zur 3-D-Analyse von Polymeren und Biomaterialien. Ziel der ACR ist, mit diesem Preis die individuelle Leistung der Wissenschaftlerin sichtbar zu machen sowie Bewusstsein zu schaffen und die Gendersituation in den ACR-Instituten kritisch zu beleuchten.

(Redaktion: Diana Danbauer, Bauzeitung)

Kompetenzbereiche
Die ACR bietet Unterstützung in acht Kompetenzbereichen:
Bautechnologie
Informations- und Kommuni­kationstechnologie
Lebensmittel- und Konsumenten­sicherheit
Life Sciences
Mikro- und Nanostruktur­forschung
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Umwelttechnik und Energie
Werkstofftechnik und
-verarbeitung

Informationen unter
www.acr.at

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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