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Innovatives Wohnangebot für Pedalisten

20.06.2007

Das Wiener Radwegenetz verfügt mittlerweile über mehr als 1.000 Kilometer Länge und wird kontinuierlich ausgebaut. Wohnungsangebote, die spezifische Bedürfnisse von Radfahrern berücksichtigen, sind jedoch Mangelware.

Mit der in Bau befindlichen Wohnhausanlage Bike City im zweiten Wiener Gemeindebezirk stellt die Gesiba ihr Potenzial als innovativer Bauträger erneut unter Beweis und realisiert ein themenbezogenes Wohnbaukonzept, das durch die Bereitstellung umfassender Infrastruktureinrichtungen die Benützung des Fahrrads als alternatives Fortbewegungsmittel im innerstädtischen Bereich attraktiveren soll. Für den Entwurf zeichnet das Wiener Architekturbüro Ganahl Ifsits Larch in ­Kooperation mit der Wiener Architektin Claudia König verantwortlich. Die Erdgeschoßzone der Wohnhausanlage ist entlang der Vorgartenstraße zur Gänze den Themen Fahrrad und Wellness gewidmet. Ein Radverleih, Werkstättenbereiche sowie eine Anlaufstelle für Carsharing stehen den Bewohnern zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch einen großzügigen Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Fitnessraum, Solarium sowie einen Ruheraum für erschöpfte Radfahrer. Der L-förmige, achtgeschoßige Baukörper ist entlang der Vorgartenstraße positioniert und umfasst 99 Wohneinheiten. Die Erschließung erfolgt über ein großzügig dimensioniertes Laubengangsystem. Die Aufzugsanlagen sind so dimensioniert, dass Fahrräder mühelos transportiert werden können. Darüber hinaus wird durch die großzügige Gestaltung der Laubengänge das Abstellen der Fahrräder unmittelbar vor den Wohneinheiten ermöglicht. Zusätzlich werden auf jeder zweiten Geschoßebene Fahrradabstellräume zur Verfügung gestellt. Das ausdifferenzierte Wohnangebot umfasst Geschoßwohnungen sowie Maisonetten. Im Zuge der Planung wurde auf eine maximale Nutzungsflexibilität großes Augenmerk gelegt. So ist innerhalb der Primärstruktur jede Art der räumlichen Veränderung möglich. Nahezu alle Wohneinheiten sind nach Südwesten orientiert und mit Loggien ausgestattet. Als Sonnen- und Sichtschutz dienen ausliegende Holzschiebelemente. Dadurch ändert sich je nach Art der Nutzung das Erscheinungsbild der Fassade. Mit der Bauausführung ist die Porr als Generalunternehmer beauftragt. Die Fertigstellung der Bike City wird 2008 erfolgen.

bau.zeitung 24/07, S. 6

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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