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Interesse an Österreich

24.06.2011

Das Interesse am österreichischen Arbeitsmarkt aus den neuen EU-Mitgliedstaaten könnte doch größer sein als bisher von den österreichischen Experten vermutet.

Das Wifo rechnet für 2011 mit 11.500 bis 16.500 neuen Arbeitnehmern aus diesen Staaten am österreichischen Arbeitsmarkt. Einer Online-Umfrage des Zeitarbeits-und Personaldienstleister Trenkwalder zufolge scheint das Interesse vor allem bei Jobsuchenden aus den umliegenden vier neuen EU-Mitgliedstaaten sehr groß zu sein. Im April wurden knapp 6.629 Jobsuchende aus Ungarn, Tschechien, Slowenien und der Slowakei über ihre Migrationsabsichten befragt.

Die befragten Personen erhoffen sich vor allem bessere Verdienst- und Karrierechancen. Dabei ist Österreich bei vielen das bevorzugte Ziel: So gaben etwa 87 Prozent der slowakischen Bewerber an, hier bald beruflich tätig sein zu wollen, bei den Slowenen lag dieser Anteil bei 85 Prozent und bei den Ungarn knapp 82 Prozent. Lediglich bei den Tschechen (ca. 73 Prozent) hatte Deutschland im Vergleich mit Österreich (65 Prozent) die Nase vorn. Viele Jobsuchende aus diesen vier Ländern planen, im Ausland Erfahrungen zu sammeln, um dann in ihre Heimat zurückzukehren. Knapp jeder zweite slowenische Befragte fasst aber einen Aufenthalt von fünf Jahren oder mehr ins Auge, bei den anderen sind es etwas weniger.

Die Bereitschaft, den Wohnsitz komplett ins Ausland zu verlegen, ist deutlich geringer. Am höchsten unter den vier befragten Nationen ist sie noch bei den Ungarn mit einem Anteil von knapp einem Viertel. Die Mehrzahl der befragten Bewerber aus diesen Länder hat der Umfrage zufolge noch nicht in einem anderen EU-Land gearbeitet. Dies gaben etwa gut zwei Drittel der Slowaken und knapp 90 Prozent der Ungarn an.

Gisela Gary

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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