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Interessengebiet F&E

10.07.2013

Forschung und Entwicklung spielen eine zentrale Rolle um den Fortbestand von Unternehmen zu sicher. Doch vor allem für KMU erweist sich dies meist als schwierig.

Laut einer Erhebung der Statistik Austria wurden im Jahr 2011 etwas mehr als fünf Milliarden Euro für Forschung und Experimentelle Entwicklung (F&E) von österreichischen Unternehmen im firmeneigenen Bereich investiert. Die Forschungsausgaben der Firmen stiegen damit um 9,9 Prozent im Vergleich zu 2009 an. Der größte Teil dieser Investitionen im F&E-Bereich, 64 Prozent, wurde dabei im Sektor der experimentellen Entwicklung aufgebracht. Weitere 32 Prozent investierten die Firmen in die angewandte Forschung, und die restlichen vier Prozent dienten der Grundlagenforschung.

 

Spitzenreiter & Nachzügler

 

Am höchsten waren die Ausgaben der Unternehmen im Bereich F&E im Wirtschaftssektor „Herstellung von Waren“ mit 3,63 Milliarden Euro, gefolgt von den Unternehmen des Dienstleistungssektors mit Investitionen in der Höhe von 1,37 Milliarden Euro. Der Sektor Bau hinkt dabei weit hinterher. Zwar haben sich die Investitionen von 2009 bis 2011 um rund 63 Prozent erhöht, dennoch liegt man mit 47,5 Millionen Euro weit hinter den führenden Branchen.

 

Die Kosten tragen die jeweiligen Unternehmen zum größten Teil selbst. 71 Prozent der gesamten F&E-Ausgaben werden von ihnen bereitgestellt, 18 Prozent kommen von ausländischen Investoren und die restlichen elf Prozent von der öffentlichen Hand. Mit 7,7 Prozent sind dabei die Erstattungen durch Forschungsprämien das wichtigste Finanzierungsinstrument der öffentlichen Hand und stiegen im Vergleich zu 2009 um 48 Prozent an.

 

Wer soll das alles zahlen?

 

Eine stärkere Förderung durch die öffentliche Hand würde sich auch das Austrian Cooperative Research (ACR) wünschen. Das Netzwerk für außeruniversitäre Forschung bietet vor allem KUM eine Plattform um Forschung betreiben zu können. Aus dem Jahresumsatz des ACR von 58,2 Millionen Euro stammen jedoch nur 2,5 Millionen Euro aus öffentlichen Geldern. Vergleicht man dies mit anderen europäischen Ländern, wirkt der Prozentsatz staatlicher  Förderung sehr gering.

 

Das Centres Techniques Industriels (CTI), das französische Pendant zum ACR, erreicht einen Jahresumsatz von rund 320 Millionen Euro. Im Schnitt kommt die Hälfte des Geldes aus öffentlichen Mitteln sowie einer zweckgebundenen Abgabe von einigen Zehntel Prozent, die jedes Unternehmen leisten muss und für die kollektive Forschung und Innovationsförderung genutzt wird. Das öffentliche Geld wird dabei allein für die Förderung der gesamten Branche eingesetzt, wobei die Regierung auch bei den Unternehmensabgaben bestimmen darf, wohin das Geld fließt.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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