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Investitionen für die Zukunft

29.09.2009

Das FFG-Forschungsprogramm bra.in Bau wurde von der Bauwirtschaft gut angenommen. Bis Ende September haben ambitionierte Firmen noch Gelegenheit, bei einem der 17 Förderprogramme einzureichen.Von Diana Danbauer

Investitionen in Forschung und Entwicklung sind wichtige Impulse für die Zukunft und ermöglichen wichtige Fortschritte für einzelne Unternehmen. Die Bauwirtschaft ist traditionell zögerlich in diesem Bereich. Um die Bereitschaft zu Forschung zu forcieren, hat die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Jahr 2006 die Brancheninitiative Bra.in Bauwirtschaft gestartet. Unterschiedliche Fördermöglichkeiten soll Firmen anspornen, in Forschung und Entwicklung zu investieren. Der Plan, die Steigerung der Forschungs- und Innovationsaktivitäten in der Bauwirtschaft, wurde bis jetzt sehr erfolgreich umgesetzt. Sowohl bei den eingereichten als auch bei den geförderten Projekten konnte ein deutlicher Anstieg verzeichnet werden. „Die Forschungsbasis, also die Anzahl der forschungsaktiven Akteure, konnte von 84 im Jahr 2005 auf 189 im Jahr 2007 deutlich ausgeweitet werden. Ebenso konnte die Zahl der Neueinreicher stark gesteigert werden – von zwölf im Jahr 2005 auf 65 im Jahr 2007“, freuen sich Alexander Kosz, Josef Säckl und Peter Schörghofer von der FFG. Henrietta Egerth, Geschäftsführerin FFG, erläutert:
„Die Zielgruppe der Bra.in sind in erster Linie Unternehmen aus der Bauwirtschaft. Vor allem der Innovationsscheck für kleine und mittlere Unternehmen wurde von der Bauwirtschaft gut angenommen.“ „Der Anteil von KMU ist mit etwa 85 Prozent (2007) sehr hoch, zahlreiche geförderte Unternehmen haben weniger als zehn Mitarbeiter“, so Kosz.
Die aktuelle Brancheninitiative läuft mit Option auf Verlängerung aktuell noch bis Ende September 2009. Alle interessierten Unternehmen haben somit noch bis Monatsende Zeit, Anträge zu stellen.

Einfach und erfolgreich
Eine beispielhafte Forschungsarbeit gelang dem oberösterreichischen Unternehmen Ziegelwerk Pichler Wels. Mithilfe der Feasibility-Studie wurde ein Projekt realisiert, um die Wärmeleitfähigkeit von Ziegeln zu verringern und dadurch eine bessere Wärmedämmung zu ermöglichen. Dazu wurden vom Bautechnischen Institut Untersuchungen über die Zusammensetzung der Tonmischung und insbesondere der Korngröße und ihre Auswirkungen auf die Eigenschaften der Ziegel durchgeführt. Das Ergebnis zeigte, dass die Wärmedämmung durch eine optimale Zusammensetzung des Tones um bis zu 18,5 Prozent verbessert werden kann.
Tobias Koller vom Ziegelwerk Pichler Wels ist von der FFG-Förderung überzeugt: „Selbstverständlich werden gewisse Kriterien verlangt, aber im Vergleich zu anderen Förderungen, war die Feasibility-Studie verhältnismäßig einfach. Durch die FFG-Förderung hat man bei der Forschung etwas mehr Spielraum.“ Die Studie wurde zusammen mit einem Prüfinstitut durchgeführt. Generell ist das Ziegelwerk Pichler Wels ein Unternehmen, das sich mit dem Thema Forschung und Entwicklung immer wieder auseinandersetzt.
„In den jetzigen Zeiten ist es umso wichtiger, dass man forscht und weiterentwickelt. Je schwieriger der Markt ist, desto interessanter müssen die Produkte sein, die man anbietet. Nur so kann man sich von der Konkurrenz abheben und das Alleinstellungsmerkmal gewährleisten“, weiß Koller. Diese Investitionen scheinen sich zu lohnen: „Wir haben zwar nur 25 Mitarbeiter, dennoch sind wir das zweitgrößte Ziegelwerk Österreichs“, so Koller.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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