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Als Bauherr des klimaaktiv-Jubiläumsobjektes fungiert die e5-Gemeinde Ludmannsdorf in Kärnten.

Jubiläum im Zeichen des Klimaschutzes

27.02.2018

Mit der geplanten Sanierung eines ehemaligen Volksschulgebäudes kann Klimaaktiv den bereits 600. Bau in seiner Gebäudedatenbank verzeichnen.

945 von 1000 möglichen Punkten erhielt die geplante Sanierung des ehemaligen Volksschulgebäudes im Kärntner Ludmannsdorf. Das nunmehr für unterschiedliche Bildungsangebote genutzte Objekt erreicht damit Standard klimaaktiv Gold und ist somit der 600. Bau, den das Gütesiegel in seiner Gebäudedatenbank verzeichnen kann.

Mustergültiges Sanierungskonzept

Um den hohen energetisch-ökologischen Standards des Bauherren gerecht zu werden, sieht die Planung durch das Team rund um Gerhard Kopeinig von Arch+More Architekten umfassende Maßnahmen vor. Der Schwerpunkt der Sanierung liegt zunächst auf der Optimierung der thermischen Gebäudehülle: So wird unter anderem die Fassadendämmung unter ausschließlicher Verwendung ökologischer Dämmstoffe mit Umweltzeichen inklusive Perimeterdämmung im Bereich des Sockels auf den neuesten Stand gebracht. Der Dachstuhl wird in Teilbereichen verstärkt und die Dämmung nach innen aufgedoppelt. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf eine luftdichte Hülle und die Raumakustik gelegt, da diese gerade in einer Bildungseinrichtung maßgeblich ist.

Zusätzlich erfolgt der Einbau neuer Holz-Alu-Fenster mit Wärmeschutzverglasung sowie eines außenliegenden Sonnenschutzes mit Tageslichtlenkung, um den Stromverbrauch bei Sonnenschein zu reduzieren. Bereits jetzt wird das Gebäude durch die kommunale Nachwärmezentrale und damit durch rein biogene Fernwärme beheizt – mittels Adaption der Heizungsverteilung und der Pumpengruppen soll aber auch noch weiteres Optimierungspotential im Rahmen der Sanierung genutzt werden. Parallel wird die Innenbeleuchtung durch die durchgängige Verwendung von LED-Leuchtkörpern optimiert und auf dem Dach eine Photovoltaikanlage mit 25 kw/peak installiert.

Aus- und Weiterbildung bei bester Raumluftqualität

Um die optimale Raumluftqualität sicher zu stellen und für eine kontrollierte und energieeffiziente Be- und Entlüftung zu sorgen, wird ein Hauptlüftungsgerät mit einer Wärmerückgewinnung von 85 Prozent installiert. Außerdem wird in den Räumlichkeiten laufend der CO2-Anteil der Luft gemessen. Danach entscheidet ein Regelungsgerät, wie viel Frischluft eingebracht werden muss. Wärmeverluste durch klassisches „Lüften“ werden so vermieden. „Durch dieses perfekt orchestrierte Maßnahmenpaket in den Bereichen Gebäudedämmung, Lüftung, Heizung, Beleuchtung und Photovoltaik, gepaart mit intelligenter Steuerungs-, Regelungs- und Monitoringtechnik, kann eine deutliche Minimierung des Heizwärmebedarfs sowie eine Reduktion des Heizaufwandes auf rund ein Drittel des Vergleichswerts vor der Sanierung erreicht werden – und dies bei gleichzeitiger Steigerung der Nutzerqualität, sagt Kopeinig.

 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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