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Karriere mit Lehre

03.12.2010

Personen mit Lehrabschluss haben wesentlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Pflichtschulabsolventen haben das höchste Risiko, arbeitslos zu werden.

Die Arbeitslosenquote ist in dieser Gruppe in Österreich mit 17,6 Prozent mehr als doppelt so hoch als die Quote über alle Bildungsgruppen gerechnet (6,8 Prozent). Im Dreivierteljahr 2010 hatten von insgesamt 248.514 Jobsuchenden, die beim AMS (Arbeitsmarktservice) gemeldet waren, rund 45 Prozent nur einen Pflichtschulabschluss. „Diese Zahl zeigt, dass vor allem Personen mit geringer Ausbildung von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Je besser die Ausbildung, desto besser die Chancen am Arbeitsmarkt“, ist Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice, überzeugt.

Am schlechtesten schneiden in Österreich zurzeit Pflichtschulabsolventen ab, unter diesen lag die Arbeitslosigkeit in den ersten drei Quartalen dieses Jahres bei sechs Prozent. Mehr als 40 Prozent aller unselbstständig Beschäftigten haben einen Lehrabschluss. Das Arbeitslosenrisiko von Personen mit mittlerem Bildungsabschluss – also mit Berufsausbildung oder Matura ohne Studium – lag bei AHS-Absolventen bei 3,6 Prozent, bei Absolventen von Berufsbildenden Mittleren Schulen (BMS) bei 3,1 Prozent und bei Absolventen von Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) bei vier Prozent.

Wenig Sorge vor Arbeitslosigkeit brauchen Absolventen einer Uni, Fachhochschule oder pädagogischen Akademie haben. Dort lag die Arbeitslosenquote im Dreivierteljahr 2010 bei nur 2,3 Prozent. Über 14 Prozent der Beschäftigten sind Akademiker. „Die unterschiedlichen Jobchancen zeigen, wie wichtig Qualifikation für die berufliche Entwicklung ist. Es ist daher eine zentrale Aufgabe für die gesamte Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche eine gute Ausbildung erhalten“, betont Kopf.

Trotz aller positiven Wirtschaftsprognosen ist der Österreichische Arbeitsklimaindex seit dem Frühjahr um drei Indexpunkte gesunken. Er liegt jetzt bei 107 Indexpunkten – so schlecht war er zuletzt vor vier Jahren gewesen. Ursache dafür ist unter anderem Angst vor der Zukunft.

Gisela Gary

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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