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Katastrophengefahr wird unterschätzt

05.10.2005

Die Hochwasserereignisse der letzten Wochen haben gezeigt, wie unberechenbar Naturereignisse sind und wie machtlos Menschen diesen im tatsächlichen Katastrophenfall gegenüber stehen. Gleichzeitig wurde dabei auf drastische Weise auch die Notwendigkeit von baulichen Schutz- und Vorbeugemaßnahmen deutlich, welche im Extremfall Schäden an Personen, Gebäuden und Infrastruktur gering halten können. Gemeint sind damit nicht nur Schutzeinrichtungen wie Hochwasserdämme, mobile Schutzwände oder Lawinen- und Murenverbauungen, sondern auch baulich konstruktive Maßnahmen sowie baurechtliche Regelwerke und Richtlinien, welche Gebäude katastrophensicher machen sollen.
Im Bereich des Hochwasserschutzes bedeutet dies neben dem aktiven Schutz in erster Linie passive Sicherheitsvorkehrungen wie das generelle Bauverbot in von Hochwasser bedrohten Gebieten. Die Ausweisung solcher natürlicher Rückhalteräume fällt in die Zuständigkeit der Raumplanung und Raumordnung. Für Wien hat sich beispielsweise die Anlage des Entlastungsgerinnes und der Donauinsel im Jahr 1975, welche die Bundeshauptstadt vor den Fluten der Donau schützen, bezahlt gemacht. So ist Wien seitdem vor Überschwemmungen weitgehend verschont geblieben.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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