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Keine Sorge um den Nachwuchs

17.07.2017

Über die vergangenen Wochen zeigten die Bau-Lehrlinge österreichweit, was in ihnen steckt. Die Zunftvertreter sind begeistert und sehen für ihre Facharbeiter eine goldene Zukunft.

Bei Temperaturen knapp unter 40 Grad hielten mehrere Bundesländer die Leistungsschauen ihrer Nachwuchsfachkräfte der Bauwirtschaft ab. So war die Bauakademie Wien am 21. und 22. Juni Schauplatz der Wiener Landesmeisterschaft der Jungmaurer und weiterer Wettbewerbe, u. a. der Jungschalungs- und -tiefbauer. Aufgrund seiner Topleistungen bei allen Aufgabenstellungen ging Philipp Grawatsch (Dipl.-Ing. Wilhelm Sedlak GmbH) als Wiener Landesmeister der Jungmaurer hervor: „Erster zu werden ist einfach unglaublich“, stellte er fest. „Jetzt habe ich das Gefühl, noch mehr schaffen zu können.“ Auf den zweiten und dritten Platz kamen Abdulkadir Bulduk (Baumeister Rudolf Denk) und Aydemir Fatih (Prameshuber & Partner).

Die „überragenden Fertigkeiten“ aller Teilnehmer fußten auf dem „trialen Ausbildungssytem“, ist Landesinnungsmeister Rainer Pawlick sicher. Mit Habau-Geschäftsführer Hubert Wetschnig ging Pawlick bei der Siegerehrung auf die Entwicklung der Berufsbilder ein: „Die Zukunft sieht gut aus, gebaut wird immer“, so Pawlick, „und gute Facharbeiter sind ständig gefragt.“ Die Möglichkeiten reichten von der Basisausbildung über den Polier bis zum Baumeister. Bei der trialen Ausbildung wird das bewährte duale System – mehr oder weniger Theorie in der Berufsschule, Praxis im Ausbildungsbetrieb – durch die Schulung auf den Lehrbauhöfen der Bauakademien ergänzt. Dort werden handwerkliche Fertigkeiten abgerundet, perfektioniert und das Berufsprofil komplettiert – auch mit Bildungseinheiten im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung.

Hohe Leistungsbereitschaft

Nach Wien zeigte einen Tag später der Maurernachwuchs in Niederösterreich, was er kann. An der Bauakademie in Langenlois wurde Sebastian Hauser (Schiller GesmbH) Bester. Landesinnungsmeister Robert Jägersberger sagte den Teilnehmern: „Ihr habt eure Leistungsbereitschaft erkennen lassen und den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere gelegt.“ Auf dem Weg zum Sieg zählten Genauigkeit in der Ausführung der Maurerarbeiten sowie deren Erscheinungsbild. Wie in den anderen Bundesländern ist für die beiden Ersten – nach Hauser ist das Stefan Sturmlechner (Josef Lux und Sohn Baumeister GmbH) vor dem drittplatzierten Lukas Smetana (Bau und Erdbewegung Braunias) – der Weg in den Bundeswettbewerb der Jungmaurer geebnet, der im November stattfindet.

Eine Art „Familientradition“ etablierte Christian Maurer in Oberösterreich. Der Lehrling der Ing. Karl Stern Baugesellschaft trat als Sieger in die Fußstapfen seines Vaters Josef Maurer, der selbst einmal landesbester Jungmaurer war. Zweiter wurde Bernhard
Bichler (Waizenauer Bauunternehmen GmbH & Co. KG), Dritter Andreas Leibetseder (Hehenberger Bau GmbH). Sie meisterten die Aufgabe, den Grundriss für einen Mauerwerkskörper aufzureißen und ein Gesimse zu fertigen, am besten. „Seid stolz auf euch und euer Handwerk“, meinte der Geschäftsführer der Bauakademie Oberösterreich, Harald Kopececk: „In der Bauwirtschaft stehen euch alle Karrierechancen offen.“

Gefragte Fachkräfte

Fachzeichnen und -rechnen, Bautechnik und Arbeitssicherheit: Diese Fertigkeiten entschieden auch über den Sieg in der Steiermark. Andreas Uller (Karl Puchleitner Bau), Mario Spreitzhofer (Bretterklieber Hoch- und Tiefbau) sowie Marco Taucher (Hubmann
Bau) erklommen die verdienten ersten drei Stockerlplätze. Besonders spannend war die Entscheidung in Kärnten, wo die vier besten Jungmaurer laut der Landesinnung Bau mit ihren Leistungen „sehr knapp“ hintereinanderlagen. Am Ende wurde Michael Zlamy (Steiner Bau) von der Jury nach dem Zweitplatzierten Mathias Schwinger (A. Niedermühlbichler Bau) und dem stolzen Sieger Fabian Hanke (NPG-Bau Neuschitzer) gereiht.

„Mit einer fundierten Ausbildung seid ihr die gefragten Fachkräfte von morgen“, versicherte der Tiroler Landesinnungsmeister Anton Rieder „seinen“ Jungmaurern. Auf dem erfolgreichen Weg dorthin wünschte er ihnen „weiterhin viel Begeisterung für das Maurerhandwerk“. Den ersten Platz in Innsbruck errang Stefan Bliem (Z-Bau Luxner) vor Manuel Resch (Ing. Hans Lang) und Andreas Achleitner (Dipl.-Ing. Kern).

Autor/in:
Bernhard Madlener
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