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Kennwerte für die Kostenplanung

07.08.2019

Ein Forschungsprojekt soll eine prognosesicher, rasch abrufbar Kennwerte für die Kostenplanungen auf Basis der österreichischen Gliederungsstruktur ermöglichen.

Das Fehlen von systematisch aufbereiteten, einfach zugänglichen Kostenkennwerten für den österreichischen Bau- und Immobilienmarkt, sowie die Aufbereitung dieser gemäß der Gliederungsstruktur der Ö-Norm, war Anlass für eine Forschungsarbeit an der TU Graz am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft. In diesem Rahmen wurde ein Tool zur Generierung von Kostenkennwerten gemäß diesen Anforderungen entwickelt. Daten von abgerechneten Projekten können hiermit mit einem Minimum an Aufwand eingelesen und den einzelnen Kostengruppen automatisiert zugewiesen werden.

Als Basis dafür wurden die Programme MS-Excel und MS-Access herangezogen. Die generierten Kennwerte beziehen sich je nach Gebäudeart und Gliederungsstufe auf Bruttogeschossfläche (BGF), Nettonutzflächen (NF), Bruttorauminhalt (BRI) sowie benutzerdefinierbare Einheiten (EH) und sollen in weitere Folgen zu einer Datenbank ausgebaut werden.

Die Datenbank ist nach der Gliederung der Ö-Norm B 1801-1 aufgebaut und beinhaltet die Leistungspositionen des Leistungsbuchs Hochbau (LB-HB). Die gewünschten Kostendaten können dabei entsprechend der Ö-Norm, je nach Erfordernis, objektorientiert oder leistungsorientiert abgerufen werden.

Als Vorbild für die Datensammlung dienten die „BKI-Objektdaten“ vom Baukosteninformationszentrum der Deutschen Architektenkammer, welche entsprechend den Anforderungen der Ö-Norm abgeändert wurden.

Nachdem die derzeitige Software aufgrund der hohen Datenmengen und für diesen Zweck ungeeigneten Handhabung an seine Leistungsgrenzen stößt, ist es erforderlich das Berechnungsprogramm zu optimieren und als professionelle Software zur Verfügung zu stellen und wird aktuell in einer weiterführenden Forschungsarbeit aufbereitet.

Diese Software muss benutzerfreundlich, einfach bedienbar und mit den gängigen AVA-Programmen (ABK, Auer, Abis, etc.) kompatibel sein. Jedenfalls muss gewährleistet sein, dass anhand einer automatisierten Eingabe der Basisdaten (z.B. ausgepreistes Angebots-LV), mit möglichst wenig Aufwand, eine Datenbank mit objektiv vergleichbaren Kennzahlen erstellt werden kann. Output des Forschungsprojektes soll somit eine einfach handhabbare und pflegeleichte Software sein, welche die Datenbank mit Echtdaten füllen und nach den gewünschten Erfordernissen wieder auslesen kann.

Ziel ist es, den verschiedenen Akteuren in der Bauwirtschaft, möglichst prognosesichere, rasch abrufbare Kennwerte für Kostenplanungen auf Basis der österreichischen Gliederungsstruktur zu ermöglichen.

Autor/in:
Gottfried Mauerhofer

ist Professor für Baumanagement am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft an der TU Graz.

www.bbw.tugraz.at

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