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Kinder schnuppern Unternehmerluft

11.09.2009

Bei der Kinder Business Week wurde das Gewerbehaus der Wirtschaftskammer in Wien für rund 2.000 Kinder von acht bis 14 Jahren zum Wirtschafts-Experimentier-Spielplatz – von der Planung bis zum Bau. Text: Helmut Melzer

Der elfjährige Bastian ist sich sicher. Er wird einmal Architekt. Ende Juli machte er den ersten Schritt in Richtung seines Karriereziels: Er besuchte die bereits vierte Kinder Business Week der Wirtschaftskammer. „Damit ich etwas über Wirtschaft lerne“, erklärt Bastian.

Bei seinem frühen Engagement ist der Bub nicht allein: Rund 2.000 Kinder zwischen acht und 14 Jahren ließen sich den Spaß am Unternehmertum auf spielerische Weise zeigen. Rund 80 Manager erfolgreicher Firmen aus unterschiedlichen Branchen brachten der jungen Wirtschaftszukunft im Rahmen von Workshops und Vorträgen ihr Geheimnis zum Erfolg näher. Darunter auch die Entscheidungsträger einiger Aushängeunternehmen aus der Bauwirtschaft wie Baumit, Rehau, Pittel+Brausewetter, Rigips, Asfinag oder GriffnerHaus.

„Mit der Kinder Business Week ist ein mustergültiger Beitrag zur Förderung des Unternehmergeistes gelungen. Wenn Schüler und Studenten schon während ihrer Ausbildung einen ersten Einblick in die Unternehmenswelt gewinnen können, werden sie auch eher ein Interesse für einschlägige Tätigkeiten entwickeln und auf Karrierechancen aufmerksam, die sie möglicherweise sonst nicht erwogen hätten“, zeigt sich Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer, von der Kinder Business Week begeistert.

Ähnlich sieht das auch der Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Harry Gatterer: „Lernen durch erleben – Wirtschaft zu erlernen muss Kindern auch außerhalb der Schule möglich gemacht werden. Bei der Kinder Business Week können Kinder hinter die Kulissen blicken und in das Leben als Unternehmer hineinschnuppern.“

Begeisterungsfähigkeit
Und für die künftigen Unternehmer nahmen sich sogar Chefs renommierter Unternehmen Zeit. So auch Wolfgang Makovec, Geschäftsführer der Baufirma Pittel+Brausewetter. Er leitete einen Workshop zum Thema Baustoffe und Bauberufe:
„Es ist eine schöne Erfahrung zu sehen, wie begeisterungsfähig und lernfreudig die Kinder sind. Sie sind mit Herz und Engagement dabei, haben die tollsten Ideen, die sie dann im Workshop auch sofort umsetzen können.“ Der Höhepunkt:
Mit Schere, Zeitungspapier und Klebstoff galt es für die Kleinen, einen möglichst hohen Turm zu bauen. Ebenfalls mit Eifer bei der Sache war Robert Schmid, Geschäftsführer von Baumit. Von ihm erfuhren die „kleinen Baumeister“, worauf man beim Hausbau so achten muss.

Stefan Jausz von GriffnerHaus erklärte, wie Häuser vorgefertigt werden und die Fertigteile auf der Baustelle zusammengesetzt werden. Harald Zodl von Rehau stellte die wichtige Rolle von Kunststoffen im täglichen Leben vor. Bei Peter Giffinger von Rigips Austria stand natürlich der trockene Innenausbau im Mittelpunkt seines Workshops. Von der Asfinag beantworteten Thomas Steiner und Bernhard Lautner die interessierten Fragen der Kinder zum Thema Straße und Verkehrssicherheit.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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