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Autoren der Empfehlung VIP v.l.: Walter Purrer (Ziviltechniker), Johann Herdina (Tiroler Wasserkraft AG), Hans Georg Jodl (TU-Wien), Wolfgang Stipek (AG-Leiter), Wolfgang Holzer (Bernard Ingenieure ZT) und Thomas Kurz (Heid Schiefer Rechtsanwälte(

Klare Spielregeln

10.06.2015

Im Haus der Bautechnik, Wien, nutzten am 1. Juni Mitarbeiter der ITA-Austria Arbeitsgruppe die Plattform, die Empfehlungen zum Vergabemodell für Infrastrukturprojekte -VIP über 100 Interessierten aus Bauherrn- und Bauausführungsunternehmungen und Ingenieurbüros als faire Spielregeln vorzustellen.

Die Erfahrungen der letzten Jahre, insbesondere bei der Realisierung von komplexen Bauprojekten, haben gezeigt, dass die geübte Praxis der Billigstbietervergabe von Bauleistungen viel Konfliktpotential, hohe Mehrkostenforderung und viele Leerläufe in der Bauabwicklung bringen. Die Billigstbietervergabe der Planungsleistung mit eingehendem enormen Zeitdruck und oftmals viel zu kurzen Planungszeiträumen trägt ihren Teil zur gegenwärtigen Situation bei. Ebenso werden Alternativen mangels Vergleichbarkeit zum Amtsentwurf nicht zugelassen. Möglichkeiten zur Innovation bleiben auf der Strecke. Um dies zu verbessern, wurde bereits das Merkblatt der Österreichischen Bautechnik Vereinigung (ÖBV) zum Thema „Kooperative Projektabwicklung“ verfasst. Mit den Empfehlungen für ein Vergabemodell für Infrastrukturprojekte (VIP) ging nun die Arbeitsgruppe der ITA-Austria (Dachorganisation von ÖGG, ÖBV, FSV, ÖIAV und ATA) einen Schritt weiter. Georg-Michael Vavrovsky, ÖBB-Infrastruktur AG, unterstreicht die Bedeutung des Inhaltes: „ Die Vergabe soll letztendlich als Handschlag für die Partnerschaft nicht nur am Papier stehen, sondern tatsächlich damit der Beginn einer Partnerschaft entstehen, da Bauen mit angemessenen Preisen aus Sicht von erfahrenen Auftraggebern die Grundlage für wirtschaftliches Bauen darstellt.“

Empfehlungen für Verkehrsinfrastrukturprojekte

Manfred Eder, GF der IL-Ingenieurbüro Laabmayr&Partner ZT GmbH, stellt diese Empfehlungen für Verkehrsinfrastrukturprojekte ab einer Vergabegröße von 30 Millionen Euro vor: „Eine konsequente Anwendung der beiden Kuverts, Kuvert 1-technische qualitative Angebot und Kuvert 2- Gesamtangebot (bestehend nochmals aus dem technisch qualitativen Angebot und dem Preis) ist zwingend.“ Die rechtliche Basis des VIP stellt das Vergaberecht der EU, umgesetzt in Österreich durch das Bundesvergabegesetz 2006. Das VIP bietet offene und nicht offene Verfahren mit hervorgehender Bekanntmachung für öffentliche Auftraggeber und nach Aufruf zum Wettbewerb für Sektorenauftraggeber. Die Ermittlung des Bestbieters erfolgt durch Addition der bewerteten Einzelergebnisse in den qualitativen und quantitativen Kriterien. Dies bedingt, dass sämtlichen Zuschlagskriterien ein einheitliches zielorientiertes Bezugssystem (Bezugsgrößen: Ziel, Ziellatte, Maßstab und Bandbreite) der Bewertung zugrunde gelegt ist. 

Details dazu gibt es unter Empfehlung - Vergabemodell für Infrastrukturprojekte – VIP

 

 

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