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Klarheit bei der Liegenschaftsbewertung

03.04.2019

Bauwerke sind auf statisch sichere Untergrundstrukturen angewiesen und fordern daher korrekt ausgeführte Erdarbeiten. Eine aktuelle europäische Normen-Serie sichert spezifisches Wissen.

Wer sich für den Erwerb von bebauten oder unbebauten Liegenschaften als Anlageobjekt oder für den Eigengebrauch interessiert, hat auch ein berechtigtes Interesse daran, das Investitionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Hierbei spielt der Wert des Objekts eine bedeutende Rolle. Damit dieser korrekt ermittelt und als Grundlage für die Verhandlungen herangezogen werden kann, ist es hilfreich, auf erprobte, allgemein gültige Kriterien zur Liegenschaftsbewertung zurückzugreifen. Der neu erscheinende Standard-ÖNorm B 1802-1 sorgt für klare Regeln bei der Wertermittlung einer Liegenschaft und ermöglicht dadurch ein für alle an der Transaktion beteiligten Vertragspartner zufriedenstellendes Ergebnis. Die Liegenschaftsbewertungsnorm liegt noch bis zum 15. April 2019 zur Stellungnahme auf.
Die Bemessung des Wertes einer Immobilie ist Aufgabe von Fachleuten. Damit betraute Sachverständige bei der Erstellung des Gutachtens auf allgemein anerkannte Regeln zur Liegenschaftsbewertung zurückgreifen können, wurde die ÖNorm B 1802 erarbeitet. Interessierte finden darin die relevanten Fachbegriffe aus der einschlägigen europäischen und internationalen Fachliteratur sowie die allgemeinen Anforderungen an die Wertermittlung einer Liegenschaft. Verschiedene Faktoren bestimmen den Wert einer Immobilie. Dazu zählen unter anderem der Zeitpunkt der Wert­bemessung, die Beschaffenheit der Immobilie und natürlich auch die Lage. Doch nicht nur dem Objekt innewohnende Eigenschaften und der Zeitpunkt der Wertermittlung sind in der Bemessung zu berücksichtigen. Auch der Zweck der Liegenschaft beeinflusst den Wert. Zu Beurteilung stehen dem Gutachter verschiedene Verfahren zur Auswahl – z.B. das Vergleichswertverfahren, das Sachwertverfahren und das Ertragswertverfahren.
Somit kommt der korrekten Auswahl der Wertermittlungsverfahren ein nicht vernachlässigbarer Stellenwert zu. Damit dies auf Grundlage von transparenten Regeln vonstattengeht, fasst die Liegenschaftsbewertungsnorm Empfehlungen zur entsprechenden Auswahl zusammen.

Die neuesten Entwicklungen der ÖNormen werden in Kooperation mit Austrian Standards präsentiert.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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