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klima:aktiv:

03.08.2005

Nach Fertigstellung der Fassaden und Installation der Haustechnik stehen die beiden klima:aktiv Musterhäuser kurz vor der Fertigstellung. Umweltminister Josef Pröll überzeugte sich gemeinsam mit Dir. Roland Suter von HARTL HAUS Holzindustrie, Mag. Robert Schmid von Baumit Wopfinger, DI Zdenka Debartoli von Saint-Gobain Isover, KR Gerhard Korkisch in Vertretung der A1 Installateure, Ing. Mathias Hanke von Sto und Markus Koller von JOSKO vom Baufortschritt des Fertighauses in Wien. "Der Bau eines neuen Hauses ist immer eine Herausforderung. Ganz besonders, wenn man dabei neue Wege für Klimaschutz, Lebensqualität und Wohnkomfort aufzeigen will. Mit den klima:aktiv Musterhäusern bieten wir allen HäuslbauerInnen und der gesamten Baubranche eine wichtige Orientierungshilfe für die ökologische und klimafreundliche Gestaltung von Häusern", so Pröll bei der Besichtigung des klima:aktiv Musterhauses in Fertigbauweise.

Der Abschluss der Projektphase der klima:aktiv Musterhäuser ist gleichzeitig der Auftakt für ein mehrjähriges Programm "klima:aktiv Haus". Die beiden Musterhäuser sind für Pröll erst der Startschuss für eine breit angelegte Information zum Thema Klimaschutz und Ökologie am Bau.

Ende August 2005 startet das Lebensministerium das Programm "klima:aktiv Haus" zur Stärkung der ökologischen Bauweise. Ziel ist, dass in Zukunft immer mehr Häuser klima:aktiv gebaut werden. "Das ist ein wichtiges Signal, denn auch die Bundesländer haben sich verpflichtet, ihre Wohnbauförderungsprogramme nach den Kriterien des Klimaschutzes auszurichten. Mit den Musterhäusern zeigen wir gemeinsam, wie und vor allem dass das zu vernünftigen Konditionen möglich ist. Wer nach diesem Standard baut, gewinnt mehr Lebensqualität, spart Energiekosten und schützt das Klima", so Umweltminister Josef Pröll.

80 Firmen als Netzwerk für die klima:aktiv Musterhäuser

Mit der Wienerberger-MassivWertHaus-Gruppe, vertreten durch AUST-Bau aus dem niederösterreichischen Großkrut, und dem Fertighausanbieter HARTL Haus haben zwei innovative und kompetente Partner die professionelle Bauabwicklung übernommen. Insgesamt tragen nicht weniger als 80 Industriebetriebe und gewerbliche Partner mit
Komponentenlieferung, Baumaterial und Bauausführung zum Erfolg des klima:aktiv Musterhausprojektes bei.

Baufortschritt Massivhaus

Der Energiebedarf des klima:aktiv Musterhaus in Tulln ist durch hohe Dämmstärken, Sigg-Passivhausfenster geliefert von der Tischlerei
Prehal, eine luftdichte Gebäudehülle und Wärmerückgewinnung aus der Abluft grundsätzlich schon sehr gering. Auf dem Dach von Bramac wurden Sonnenkollektoren inklusive einer Photovoltaik-Anlage, ebenfalls von Bramac, installiert. Damit können rund 65 bis 70 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfes gedeckt werden.
Gute Luft bzw. ein geregelter Luftaustausch sind Grundvoraussetzungen für gesundes Wohnen. Gerade im Winter werden Fenster wegen unangenehmer Zugerscheinungen zu wenig geöffnet. Die Lösung ist eine Wohnraum-Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung von Aerex der Firma Siblik, die mit einer Kleinst-wärmepumpe gleichzeitig einen Teil der Energie für die Fußboden- und Wandheizung von Rehau liefert.
Beim Musterhaus in Tulln sorgt ein Schnellbindeestrich von Baumit Wopfinger für einen raschen Baufortschritt beim Innenausbau. Die Vollwärmeschutzfassade mit 30 cm Korkdämmung von Baumit Wopfinger wird derzeit fertiggestellt.
Die Gestaltung des Grünraumes und der Einbau einer Regenwassernutzungsanlage runden das ökologische Gesamtkonzept ab.

Baufortschritt Fertighaus

Arbeiten und Wohnen spielt sich zu einem großen Teil in Innenräumen ab. Daher spielt die Qualität des "Lebensmittels" Luft eine zentrale Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Neben dem Einbau einer Wohnraumkomfort-Lüftung von Aerex (Fa. Siblik) wurde beim Innenausbau im klima:aktiv Musterhaus in Wien darauf geachtet, dass an die inneren Oberflächen nur lösemittel- bzw. schadstoffarme Materialien kommen. Viele Standard-Baumaterialien wie Fermacell Platten und Trockenestriche erfüllen diese Anforderungen. Durch eine Zentralstaub-sauganlage von Allaway wird selbst bei der Reinigung des Musterhauses keinerlei Feinstaub freigesetzt.
Einfache, durchdachte Lösungen beim Bau des Hauses und bei der Haustechnik, überschaubare Regelsysteme und intelligente Systeme - wie das BUS System von Möller - bieten hohen Nutzungskomfort rund um die Uhr.
Sonnenenergie wird im Musterhaus auch "passiv" genützt. Durch die großzügig ausgelegten, hochwärmedämmenden Südfenster kann die flache Wintersonne die Innenräume mit Wärme und Licht durchfluten. Im Sommer wird über konstruktiven Sonnenschutz und mechanische Beschattung von Hella eine Überwärmung der Innenräume verhindert.
Die Fassade mit einem Wärmedämm-verbundsystem aus Holzfaserdämmplatten der Firma STO wurde bereits fertig gestellt.

Hinter einem ökologischen Gebäude stehen innovative Partner

"Die klima:aktiv-Musterhäuser sind für uns richtungweisende Projekte für die Zukunft des Wohnens. Ein möglichst geringer laufender
Energiebedarf eines Gebäudes ist aus meiner Sicht der wichtigste Punkt unter den ökologischen Aspekten. Eine gute Vollwärmeschutzfassade ist dabei der wesentlichste Beitrag", so Mag.
Robert Schmid, Geschäftsführer der Baumit Wopfinger Baustoffindustrie GmbH.

"Für die hochwertige Dämmung im klima:aktiv Musterhaus in Holzrahmenbauweise waren wir gerne verantwortlich. Mit einer Fassade aus modernen ökologischen Baustoffen (Holzfaserdämmplatte) verfügt das Haus über eine exzellente ökologische Wärmedämmung", so DI Walter Wiedenbauer, Geschäftsführer der Sto GmbH.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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